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Das personelle Laster wiegt für Flieden zu schwer

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Von: Tino Weingarten

Andre Leibold wird heute Abend erstmals mit von der Partie sein. Foto: Charlie Rolff
Andre Leibold und der SV Flieden hatten beim VfB Ginsheim nicht nur mit dem Gegner zu kämpfen. © Charlie Rolff

Der Abstiegskampf in der Hessenliga gestaltet sich für den SV Flieden zunehmend schwieriger. Beim VfB Ginsheim unterlagen die Buchonen mit 0:3 (0:1). Die personelle Situation wird zunehmend prekärer.

Die Voraussetzungen für die Buchonen waren schon weit vor Anpfiff schlecht. In das ohnehin schon prall gefüllte Lazarett gesellten sich kurzfristig noch Nico Hohmann (Corona) und Sascha Rumpeltes, der nach seiner überstandenen Infektion nun zwei Wochen kein Sport treiben darf. Die Fliedener reagierten auf diese angespannte Lage und verpflichteten die vereinslosen Markus Zetzsche und Yasin Portukal. Zetzsche, zuletzt in Neuhof, stand gleich in der Startelf, Portukal kam in der zweiten Halbzeit für Jacob Müller.

Trotz dieser Widerstände hätte Flieden ein optimaler Start in die Begegnung gelingen können, hätte Lukas Hagemann freistehend vor VfB-Torwart David Stägemann die Chance zum frühen 1:0 genutzt und ihm nicht auf die Brust geschossen (2.). Wirklich schwach waren die Gäste im ersten Durchgang nicht, die klaren Chancen fehlten aber. Einzig Marc Götze versuchte es zweimal aus der Distanz, verfehlte aber beide Male knapp. „Wenn wir das frühe Tor machen, können wir das spielen, was wir uns vorgenommen haben. Aber das mussten wir dadurch über den Haufen werfen“, sagte Fliedens Trainer Bardo Hirsch.

Flieden nach dem 0:2 völlig aus dem Spiel

Zwar nutzte Ginsheim ebenso zwei gute Gelegenheiten zur Führung nicht, sollte die dritte aber verwerten. Müller foulte VfB-Kapitän Daniel Thur, Christian Makana verwandelte den Strafstoß sicher (15.). „Eigentlich war da noch genug Zeit, es zu berichtigen“, sagte Hirsch. Eigentlich, doch die letzte Chance gab es in der 36. Minute. „Irgendwie ist bei uns der Wurm drin. Es funktioniert nichts und viele Faktoren bekommen wir nicht richtig in den Griff“, betont der Fliedener Trainer.

Mit uns rechnet keiner, aber ich glaube noch an die Mannschaft.

VfB-Trainer Ermin Melunovic.

Zu selten besetzten Lukas Hagemann, Philipp Pfeiffer oder Götze den Ginsheimer Strafraum. Zu ungenau spielte die Buchonia ihre Angriffe aus. Zu einfallslos reagierte der Gast auf das 2:0 des VfB durch Marvin Redl (56.) und zu wenig Hessenliga-erprobte Spieler konnte Hirsch von der Bank bringen. In der Folge des ersten Treffers zog sich Ginsheim etwas zurück, hatte durch einen Lattentreffer von Makana allerdings eine weitere große Chance (40.).

Ermin Melunovic, Ginsheims Trainer, musste ebenfalls mit vielen Ausfällen klarkommen, allein neun Corona-Fälle hatte der VfB zu verkraften. „Uns fehlten fünf Stammspieler. Dafür haben wir es sehr gut gemacht“, freute sich Melunovic. Der eingewechselte Alexander Scholz traf kurz vor dem Ende zum Endstand (85.). „Aufgrund unserer Aktivität und der Torchancen ist der Sieg verdient. Mit uns rechnet keiner, aber ich glaube noch an die Mannschaft“, betonte der VfB-Trainer.

Statistik

VfB Ginsheim: Stägemann; Onyejekwe, Akoto, Redl, Mensah - Manneck, Oriana, Thur - Fosuhene (65. Profumo), Makana (76. Scholz) - Öztürk (70. Williams).
SV Flieden: L. Hohmann; Marquez Barrios, Leibold, Zeller - Müller (56. Portukal), Hack (81. Seifert) - Rehm, Zetzsche (56. Sippel), Götze - Pfeiffer, Hagemann.
Schiedsrichter: David Schmidt (Union Niederrad).
Zuschauer: 230.
Tore: 1:0 Christian Makana (15., Foulelfmeter), 2:0 Marvin Redl (56.), 3:0 Alexander Scholz (85.).

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