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„Habe ein eher negatives Gefühl von meiner Arbeit“

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Von: Tino Weingarten

Alexander Bär SV Neuhof
Neuhofs Trainer Alexander Bär bewertet seine Arbeit in der Hinrunde selbstkritisch - und kündigt Veränderungen im Kader an. © Charlie Rolff

Nicht vorentscheidend, aber eine sehr hohe Bedeutung misst Trainer Alexander Bär dem Heimspiel seines SV Neuhof gegen Rot-Weiss Hadamar bei. Nach schwacher Hinrunde starten bereits die Planungen für die Rückrunde.

An keinem der bisher 22 Spieltage stand der SV Neuhof auf einem sicheren Nicht-Abstiegsplatz. Der Umbruch, zu dem der Hessenligist im Sommer aufgrund zahlreicher Abgänge von Stammspielern gezwungen war, hat anders als im letzten Jahr Spuren hinterlassen. „Ich habe ein eher negatives Gefühl meiner Arbeit hier. Es ist mir nicht gelungen, ein Team zu formen“, sagt Bär selbstkritisch. Der Kader werde sich im Winter verändern, sagt er mit Blick auf die Winterpause. Weiter ins Detail wollte er nicht gehen.

SV Neuhof: Alexander Bär nach Hinrunde in Hessenliga selbstkritisch

Zu wichtig ist das abschließende Heimspiel gegen Rot-Weiss Hadamar am Sonntag (14 Uhr), worauf derzeit der volle Fokus liegt. Ende Oktober stellte Hadamar, das derzeit drei Punkte mehr als der SVN gesammelt hat, Trainer Stefan Kühne frei, Ralf Schuchardt übernahm interimsmäßig. Das Hinspiel, noch unter der Leitung von Kühne, gewannen die Rot-Weissen 1:0. Eine Niederlage, die anders als gegen Gießen wirklich weh tun. „In den Spielen gegen Hadamar oder Dietkirchen und Weidenhausen sind wir an der Effektivität gescheitert, haben viele individuelle Fehler angeboten. Davon waren immer andere Spieler betroffen“, betont Bär.

Entsprechend treffe ein Satz, den der 51-Jährige von seinen Trainerkollegen das ein oder andere Mal zu hören bekommen hat, auch auf Bär selber zu: „Du weißt nicht, welchen SV Neuhof du bekommst.“ Dass die Bär-Elf in Gießen 1:6 verlor, sei am Ende der Saison nicht entscheidend für die Abschlussrechnung. „Trotzdem war es nach dem Spiel für mich der schwerste Gang, denn diese individuellen Fehler in der Masse bin ich dann doch nicht gewohnt“, betont Neuhofs Trainer. Zumal seine Mannschaft beim Sieg in Friedberg oder Remis bei Frankfurt gezeigt habe, gegen spielstarke Teams bestehen zu können.

Weniger auf Spielstärke ankommen wird es dagegen am Sonntag gegen Hadamar, sofern der Platz eine Austragung der Partie möglich macht. Von keiner guten Vorbereitung aufgrund schlechter Platzbedingungen spricht Bär, am Sonntagmorgen werde eine Platzbegehung zeigen, ob das letzte Spiel des Jahres für Neuhof steigen kann.

SV Steinbach wieder spielfrei?

Ob das Gastspiel des SV Steinbach beim SV Weidenhausen stattfinden wird, steht gehörig auf der Kippe. Bereits das letzte Heimspiel der Adler gegen Hadamar vor zwei Wochen musste wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden. Wirklich besser sieht es am Chattenloh vor dem letzten Spiel des Jahres nicht aus. Das Hinspiel gewann Steinbach am Mühlengrund 4:0.

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