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Locker bleiben und Nebengeräusche ausblenden

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Von: Tobias Konrad

Fußball 2020-2021/Hessenliga 2020-2021/SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (rot) - SC Waldgirmes (schwarz) 3:0
Jan Vogel (links) könnte zurück in den Barockstadt-Kader kehren. Am Samstag gastieren die Fuldaer beim SC Waldgirmes um Robin Fürbeth (Mitte) und Marius Golafra. © Charlie Rolff

Die Aufstiegsrunde der Hessenliga geht in den dritten Spieltag. Im Blickpunkt: die SG Barockstadt. Der Titelanwärter will beim SC Waldgirmes den ersten Dreier im neuen Kalenderjahr holen.

Erst die Niederlage in Dreieich, dann das Remis gegen Eddersheim. Die SGB wollte längst den Angriff auf die Tabellenspitze gestartet haben, doch stattdessen bestimmten Nebengeräusche das Treiben. Diese, sagt Trainer Sedat Gören, soll die Mannschaft ausblenden. „Was passiert ist, ist passiert. Wir müssen uns auf den Fußball konzentrieren und dürfen Störfaktoren nicht an uns ranlassen.“ Lamentieren möchte Gören ohnehin nicht mehr. Dass die Mannschaft von etlichen Verletzungen betroffen ist, gehöre nun dazu. Ärgerlich sei nur, dass die Ausfälle nicht aufgrund eines fehlgesteuerten Trainingspensums, sondern aufgrund äußerlicher Faktoren auftreten. „Und wenn immer wieder Stammspieler fehlen, ist es schwer, konstante Leistungen zu bringen. Wenn du Großes erreichen willst, muss alles passen“, sagt de 50-Jährige.

Vielleicht machen sich die Jungs selbst zu viel Druck.

Barockstadt-Trainer Sedat Gören vor dem Duell mit Waldgirmes

In Waldgirmes soll der Hebel nun umgelegt werden. Dafür brauche es einen freien Kopf, die Lockerheit müsse her. Dann kommen die Stärken von alleine. Eigentlich sei das kein Problem, erläutert Gören. „Vielleicht machen sich die Jungs aber selbst zu viel Druck. Niemand möchte Fehler machen, das wirkt sich auf das Spiel aus. Wieder mitwirken darf Marius Grösch nach seiner Gelb-Rot-Sperre, ob Jan Vogel und Leon Pomnitz in den Kader zurückkehren, entscheide sich erst am Spieltag. Dabei wären beide wichtig, denn Gören weiß um die Waldgirmerser Pluspunkte: „Sie stehen kompakt, kommen über Standards und haben erfahrene und robuste Leute. Sie können ekelhaft spielen und machen es daheim jedem Gegner schwer. Zumal wir auf dem kleinen Kunstrasen spielen.“ Erfahren durfte das Stadtallendorf beim 1:2 vor zwei Wochen. Auch Eddersheim kassierte zwei Niederlagen in der Qualifikationsrunde.

Hadamar-Coach Kühne verpasst Erlensee-Spiel

Am letzten Wochenende musste der SV Rot-Weiß Hadamar die Partie beim SV Neuhof noch absagen, am Samstag kommt es nun zum Spitzenspiel gegen den FC Erlensee (14 Uhr). Fraglich ist aber, mit welcher Mannschaft Hadamar das Heimspiel bestreitet. Denn die Trainingswoche zeigte, dass der Kader nur langsam wieder sich füllt. „Wir bekommen aber sicher elf Jungs zusammen“, blickt Stefan Kühne augenzwinkernd voraus. Der Trainer selbst befindet sich in Quarantäne, seine Co-Trainer haben das vollste Vertrauen. Kühne weiß, dass bei der derzeitigen Lage eine Planung quasi nicht möglich ist. „Es kann sich täglich ändern. Wir brauchen also nicht allzu lange nach vorne schauen. Wir haben die angenehme Situation, dass wir keinen Druck haben und einfach oben dabei sein wollen.“

Gegner Erlensee sei die Überraschung der Saison. „Sie waren so gut wie abgestiegen sportlich. Die junge Mannschaft hat sich super entwickelt“, sagt Kühne, der seine eigene Truppe als Wundertüte bezeichnet. So könne sein Team an einem guten Tag jeden Gegner schlagen – und das Gegenteil kann an einem schlechten Tag eintreten. Der dezimierte Kader soll für Samstag keine Ausrede sein. „Wir wollen an das 4:0 gegen Fernwald anknüpfen. Chancen gibt es in jedem Spiel. Wir müssen eiskalt sein und müssen im defensiven Verbund stark agieren“, erläutert Kühne, der nach langer Pause wieder Kapitän Jerome Zey im Kader begrüßen kann. Der plagte sich einige Moante mit Rückenbeschwerden.

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