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9,25 Gelbe Karten pro Spiel

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Von: Ralph Kraus

Tolga Duran Dennis Müller SG Barockstadt
Wollen endlich wieder gemeinsam jubeln: Die Barockstädter Tolga Duran und Dennis Müller © Charlie Rolff

Die Aufstiegsrunde der Hessenliga geht in ihre zweite Runde: Nach den teilweise überraschenden Resultaten vom letzten Wochenende darf man vor allem gespannt sein, wie sich die Favoriten diesmal aus der Affäre ziehen.

SG Barockstadt - FC Eddersheim (Samstag, 14 Uhr)

Dass die Aufstiegsrunde kein Zuckerschlecken wird, hat auch die Barockstadt schon erfahren müssen. Gleich zum Auftakt brachte der Spieltag 37 Gelbe Karten. Bedenkt man, dass es bei Erlensee gegen Dietkirchen keine einzige Verwarnung gab, so verteilen sich die Karten auf vier Partien, was einen Schnitt von 9,25 pro Begegnung macht.

"Das wird jede Woche so umkämpft sein", vermutet Barockstadts Vorsitzender Martin Geisendörfer. "Die Spiele sind eng, jeder kann jeden schlagen. Da wird jede Partie in dieser Form umkämpft sein." Das Spiel seiner Barockstadt empfand Geisendörfer als "hart, aber nicht unfair. Es gibt halt keinen Meter Raum auf so einem engen, tiefen Platz."

Entsprechend hofft Geisendörfer auf mehr Räume gegen Eddersheim. Schließlich ist der Platz im heimischen Stadion deutlich größer. "Dadurch können wir vielleicht auch wieder spielerisch mehr auf den Platz bringen. Unsere Vorstellung in Dreieich war bei allem Ärger um den Elfmeter und die Hinausstellung von Marius Grösch jedenfalls nicht optimal. Da ist noch Luft nach oben", so Geisendörfer.

Marius Grösch ist nach der Ampelkarte in Dreieich gesperrt, hinter dem Einsatz von Leon Pomnitz steht noch ein Fragezeichen.

SV Neuhof - Rot-Weiß Hadamar (Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem prima Auftritt beim 0:0 in Eddersheim ist beim SV Neuhof auch diesmal wieder viel Ordnung und taktische Disziplin gefragt. Schließlich stellt sich am Sonntag (15 Uhr) mit den Rot-Weißen aus Hadamar niemand geringeres als der Tabellenzweite in der Glückaufkampfbahn vor. Fraglich ist noch, ob Neuzugang Elson Pllumbi erstmals für Neuhof auflaufen kann. Der 25-jährige US-Amerikaner, der in Albanien geboren wurde, laboriert an einer Verletzung im Sprunggelenk.

Stadtallendorf gefordert

Mit einer Niederlage ist Spitzenreiter Eintracht Stadtallendorf in die Aufstiegsrunde gestartet. Trainer Dragan Sicaja weiß genau, was in diesen Wochen entscheidend ist. "Alle Vereine befinden sich jetzt in der Konstellation, dass man Ruhe im Kopf bewahren muss. Niederlagen gehören zum Fußball dazu - man muss sie aber richtig einordnen."

Das 1:2 in Waldgirmes ist für Sicaja kein Beinbruch. "Das ist eine sehr kompakte Mannschaft mit sehr erfahrenen Spielern auf bestimmten Positionen. Vor Spielen gegen Waldgirmes habe ich immer Respekt, weil die Mannschaft fußballerisch sehr gut ist", sagt Sicaja, der im Heimspiel gegen Dreieich (Samstag, 14 Uhr) auf den gesperrten Muhamet Arifi nach dessen Ampelkarte verzichten muss.

Dass Gegner Dreieich zum Auftakt gegen die SG Barockstadt gewonnen hat, ist für den Trainer von Stadtallendorf Warnung genug. "Bei Dreieich spielen alle auch um Verträge bei neuen Vereinen und vielleicht werden ja auch zwei, drei Mann für die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt übernommen. Kein Spieler dort hat irgendetwas zu verschenken. Das hat der Sieg gegen die Barockstadt gezeigt."

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