Sedat Gören, Trainer SG Barockstadt Fulda-Lehnerz
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Sedat Gören ist sich sicher, ohne die vielen und häufig langen Ausfälle schon Regionalligist zu sein.

Aufstiegsspiele rücken für SGB näher

„Hätten hier schon die Meisterschaft gefeiert“

Die SG Barockstadt bleibt auf Kurs Vizemeisterschaft. Die Siege der direkten Konkurrenten Stadtallendorf und Eddersheim waren das einzige, das die Fulda-Lehnezer nach einem starken Spiel gegen den SC Waldgirmes verstimmte.

Was wäre wenn? Nicht nur im Fußball eine beliebte Frage. Barockstadts Trainer Sedat Gören blickte am Samstag etwas wehmütig in Richtung Ende der Hinrunde. Welch Qualität seine Mannschaft hat, wenn ihm fast alle Optionen zur Verfügung stehen – es fehlten nur der Corona-erkrankte Tobias Wolf sowie die Langzeitverletzten Markus Gröger und Jan Vogel –, wurde gegen Waldgirmes deutlich. Im Vergleich zum Kreispokal gegen Neuhof konnte die SGB sogar dreimal wechseln, ohne auch nur ein Quäntchen Qualitätsverlust zu befürchten.

Sedat Gören sicher: Ohne Ausfälle schon Meisterschaft gefeiert

Deshalb kam Gören zu folgendem Fazit: „Wenn wir immer mit so voller Kapelle gespielt hätten, hätten wir hier in diesem Spiel schon die Meisterschaft gefeiert. Da bin ich mir ganz sicher“, sagte der 50-Jährige. Dass es nun wahrscheinlich „nur“ die Aufstiegsspiele zur Regionalliga werden – Stadtallendorf braucht nur noch einen Sieg aus den letzten drei Spielen – ließ Marius Löbig aber keinen Trübsal blasen: „Wenn es so kommen sollte, freuen wir uns drauf. Gerade die Stuttgarter Kickers mit ihren vielen Zuschauern wären toll.“

Der 29-Jährige gehörte in der Hinrunde ebenfalls zu den Spielern, die immer wieder fehlten. Umso erstaunlicher sein Weg zum unumstrittenen Stammspieler – zumal sich Löbig auf der Rechtsverteidiger-Position festgespielt hat, nachdem er vorher meist offensiver eingesetzt wurde. „Ich habe 14 Jahre lang nur Rechtsverteidiger gespielt, in der ganzen Jugend bei Kickers Offenbach. In der Vorbereitung habe ich mit dem Trainer darüber gesprochen, dass es mit dieser Position gut klappen könnte“, sagte Löbig, der dank einer Traumflanke auf Dominik Rummel (25.) im vierten Spiel in Folge ein Tor vorbereiten konnte.

Nur beim Toreschießen hatte der gebürtige Frankfurter Pech, traf zweimal die Latte. Der Sieg der Barockstadt hätte deutlich höher ausfallen können, das wusste auch SCW-Verteidiger Oliver Schmidt: „Am Ende können wir froh sein, dass es nur 6:0 ausgegangen ist.“ Bei Waldgirmes war die Luft raus, das war offensichtlich – obwohl im Stadion Gerüchte die Runde machten, dass Stadtallendorf Waldgirmes für einen Punktgewinn etwas versprochen hatte. Nach dem 1:0 durch Julian Pecks war der Heimsieg aber nie mehr in Gefahr.

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