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Bayern Alzenau und FC Eddersheim sprechen von Abstiegskampf

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Von: Tino Weingarten

Lukas Fecher Bayern Alzenau gegen Moritz Reinhard SG Barockstadt
Auf Lukas Fecher (rechts, im Duell mit Moritz Reinhard von der SG Barockstadt) ruhten bei Bayern Alzenau die Offensiv-Hoffnungen nach den Abgängen. Doch Fecher ist einer von vielen Verletzten. © Memento36

Mit dem FC Eddersheim und Bayern Alzenau stecken zwei Mannschaften im Abstiegskampf der Hessenliga, die viele dort nicht erwartet hätten. Aber warum läuft es bei den Teams derzeit nicht rund?

Wer meint, nach dem 0:0 gegen den 1. FC Erlensee ziehen dunkle Wolken über Alzenau auf, wird von Angelo Barletta eines besseren belehrt. Der Trainer des FC Bayern Alzenau war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden und sieht eine Lösung der sportlichen Probleme nicht als unmöglich an: „Die Einstellung und die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war gut. Es ist eine Frage der Zeit, bis auch das Ergebnis wieder stimmt.“

Abgang von Maximilian Brauburger tut Bayern Alzenau noch immer weh

Warum die derzeit nicht stimmen - Alzenau steht nach zwölf Spielen mit zwölf Punkten auf Platz 13 - weiß der Ex-Profi: „Wir mühen uns ab, ein Tor zu schießen. Und wenn wir treffen, und das auch noch regulär, wird es aberkannt. Es hätte uns gutgetan, das zu erkämpfen und belohnt zu werden, ohne es an dieser Szene festmachen zu wollen.“ Auf gerade einmal zwölf Treffer kommen die Bayern, gemeinsam mit Hadamar schwächster Wert in der Hessenliga. Die Abgänge von Mingi Kang im Winter, Peter Sprung und Maximilian Brauburger zur U21 von Eintracht Frankfurt wiegen extrem schwer.

Alzenau wolle die fehlende Offensivqualität durch den Abgang des Trios im Kollektiv ersetzen, wird allerdings von Verletzungsproblemen in diesem Vorhaben gestört. Die Verletzten machen aber immer bessere Fortschritte, betont Barletta. „Es überrascht uns also nicht, dass wir dort stehen. Wenn wir aber denken, dass es in diesem Jahr nicht um den Klassenerhalt gehen, dann haben wir Probleme. Es wird sehr schwer werden“, warnt Barletta, der in Zukunft dennoch wieder den Ansprüchen in Alzenau gerecht werden möchte.

Beim FC Eddersheim fängt der Kopf an zu arbeiten

In der Vorsaison spielte der FC Eddersheim mit Platz drei eine ausgezeichnete Runde und am letzten Spieltag beinahe den Meister-Crasher der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - davon ist in dieser Saison allerdings wenig übrig geblieben. Rang zwölf und damit einen Platz besser als Alzenau steht für den FCE zu buche. „Wir befinden uns ganz klar im Abstiegskampf. Wer jetzt noch was anderes denkt, ist fehl am Platz. Von der letzten Saison können wir uns nichts mehr kaufen“, sagt Abteilungsleiter Erich Rodler.

Nach einem ordentlichen Start mit sieben Punkten aus vier Spielen gab es aber einen Knacks, den Rodler datieren kann. Die Partie in Alzenau, als Eddersheim durch einen späten Gegentreffer nur einen Punkt holte, markiert den Start der Misere. „Danach spielst du gegen Türk Gücü Friedberg, bist die bessere Mannschaft, aber verlierst. Gegen Walldorf ist es fast das identische Spiele. Diese Spiele haben uns weh getan, wo wir neun Punkte verdient gehabt hätten, aber nur einen geholt haben“, blickt Rodler zurück.

Zuletzt gab es gar zwei torlose Unentschieden zuhause, seit 232 Minuten hat Eddersheim kein Tor mehr geschossen. „Bei der Mannschaft fängt es langsam an, im Kopf zu arbeiten. Mangelndes Selbstbewusstsein spielt eine Rolle. Man kann ihr den Einsatz nicht absprechen, aber die Leistung ist nicht mehr so wie in den Spielen zuvor“, beobachtet Rodler.

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