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Barletta begeistert über Wille, Gastfreundschaft und Bratwürstchen

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Von: Johannes Götze

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Angelo Barletta schmeckte nicht nur der Sieg in Weidenhausen, sondern auch die Bratwurst. © Stefan Tschersich

Angelo Barletta erlebte einen perfekten Samstag: Nicht nur wegen des 3:2 (1:1)-Last-Minute-Siegs seines FC Bayern Alzenau beim SV Adler Weidenhausen, sondern auch wegen der Gastfreundschaft, die seinem Team zuteil wurde.

„Adler Weidenhausen wünsche ich den Klassenerhalt. Dass ein Verein, die in den letzten fünf Minuten noch so verliert und dann so offenherzig ist, habe ich selten erlebt. Das war die schönste Auswärtsfahrt“, urteilte Alzenaus Trainer Angelo Barletta, der die entspannte Szenerie am Chattenloh mit einem Bratwursttest zusammenfasste: „Ein heimischer Zuschauer hat mich von seiner Wurst abbeißen lassen, weil er mich von der Qualität überzeugen wollte. Und die Wurst war echt gut.“

Barletta begeistert über Wille, Gastfreundschaft und Bratwürstchen

Gar nicht gut war Alzenaus Start in das Spiel: Nach wenigen Sekunden lagen die Unterfranken zurück: „Ich habe noch nie so ein schnelles Tor live gesehen. Das war ein bisschen wie zehn gegen eins. Weidenhausen hat sich durchkombiniert und der Ball lag drin. Ich habe drei, vier Minuten gebraucht, um das zu realisieren. Die Mannschaft aber noch länger. Wir waren schwach, gar nicht da und hätte der Gegner das erkannt, hätte es auch schnell 0:2 oder 0:3 stehen können.“ So aber brachten insbesondere Paul Seikel und Marvin Heinz den Gast zurück ins Spiel, gingen voran und waren auch für den letztlich gerechten 1:1-Pausenstand verantwortlich.

Wild wurde es dann in der Schlussphase: Nach einer Standard verwertete Tim Gonnermann den zweiten Ball zum 2:1 für die Adler, dann aber schlug Alzenau zurück und doppelt zu. „Das war eine reine Willenssache von meinem Team“, lobte Barletta, der aber noch einmal tief durchatmen musste, denn Schiedsrichter Thorsten Eick zeigte ganz spät auf den Punkt für Weidenhausen, nachdem Alzenau-Keeper Daniel Endres den Ball fest in seinen Händen hielt und sich ein Gerangel mit einem Adler leistete. „Ich konnte es erst nicht verstehen, weil der erste Schubser vom Gegner ausging. Dass hat aber der Schiedsrichter-Assistent genauso wahrgenommen und die Entscheidung des Schiedsrichters korrigiert. Zum Glück“, sagte Barletta.

Die Statistik:

SV Adler Weidenhausen: Wassmann; Assmann, Renke (90. Toro Moreno), Goebel (46. T. Ullrich), T. Gonnermann, Gerbig, Görs (83. Pfliegner), K. Krug (86. Stunz), Immig (65. Felmeden), M. Krug, Schneider.
FC Bayern Alzenau: Endres; Pancar (55. Desveaux), Topic, Seikel, Alexander (76. Milosevic), Makey, Heinz, Crnomut, Fecher (90.+5 Wolpert), Aul, Wilke.
Schiedsrichter: Thorsten Eick (TSV Eifa).
Zuschauer: 410.
Tore: 1:0 Moritz Krug (1.), 1:1 Marvin Heinz (13.), 2:1 Tim Gonnermann (79.), 2:2 Lukas Fecher (86.), 2:3 Gianluca Alessandro (90.+4).

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