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Marius Gröschs besonderes Premierenjahr

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Von: Ralph Kraus

Marius Grösch (links, hier gegen Hessen Dreieich) von der SG Barockstadt feierte ein besonderes Premierenjahr.
Marius Grösch von der SG Barockstadt feierte ein besonderes Premierenjahr. © Torgranate

Nach zehn Jahren bei Carl-Zeiss Jena und zwei Spielzeiten beim 1.FC Kaiserslautern war Marius Grösch vor der Runde in seine Heimat zurückgekehrt. Besser hätte sein Premierenjahr bei der SG Barockstadt kaum laufen können.

„Für mich war es auch abseits des Fußballs ein ereignisreiches Jahr. In meinem Leben hat sich viel verändert. Wegen des Beginns meiner Lehre zum Verwaltungs-Fachangestellten habe ich einen ganz anderen Tagesablauf bekommen als den, den ich vorher gewohnt war. Es galt erst mal einzuordnen, dass ich jetzt acht Stunden am Tag sitzend im Büro verbringe. Daran muss sich dein Körper zunächst gewöhnen“, betont der mittlerweile 28-Jährige, der auch familiär Grund zum Feiern hatte. Denn vor sieben Monaten ist er erstmals Vater geworden.

Marius Grösch über Regionalliga: „Das werden geile Spiele“

Die Meisterschaft ist für den Eichenzeller eine ganz besondere: „Das in seiner Heimat zu schaffen, ist unbeschreiblich. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die nächste Saison. Das werden geile Spiele in der Regionalliga“, sagt Grösch.

Er muss es wissen, denn der Defensivmann ist einer der wenigen, die im Fuldaer Team bereits ausreichend Drittliga- und Regionalliga-Erfahrung mitbringen. „Die Kluft innerhalb der Regionalliga wird groß sein. Da gibt es Vereine, die unter professionellen Bedingungen arbeiten und dadurch natürlich enorme Vorteile gegenüber dem Rest haben. Da wird es umso wichtiger sein, dass wir den Teamgeist, den wir diese Saison bei uns hatten, weiter großschreiben. Wir müssen uns diese Geschlossenheit beibehalten, reifen und auch durch schwierige Zeiten, die sicher kommen werden, gemeinsam gehen“, rät Grösch.

Dass weitere Neuzugänge kommen müssen, stehe außer Frage. „Wir brauchen aber keine großen Namen, sondern Leute, die auch menschlich hier reinpassen. Etwas mehr Erfahrung steht uns bestimmt gut zu Gesicht.“

Nach und nach kam das Selbstverständnis zurück

Schaut Grösch auf den vergangenen Samstag zurück, dann muss er sich wie alle Beteiligten zunächst einmal ordnen und sammeln. „Bis auf den einen Jubelschrei von außen wusste ich nicht, was in Dreieich passiert. Als unser Spiel dann rum war und wir draußen das andere Spiel live am Telefon mitverfolgt haben, waren das keine schönen Minuten. Da geistern dir die verschiedensten Szenarien durch den Kopf.“

Aber wie konnte die SG Barockstadt die Hessenliga-Meisterschaft trotz zwischenzeitlich großen Rückstands noch nach Fulda holen? Schließlich lief der Start in die Aufstiegsrunde mit zwei Punkten aus drei Spielen alles andere als optimal. „Irgendwann kam die Nachricht, dass nur Stadtallendorf, Eddersheim und wir aufsteigen wollen. Plötzlich waren wir wieder voll im Geschäft. Nach und nach kam so das Selbstverständnis zurück, die Verkrampfung hat sich gelöst. Dann bekommst du ein Gegentor, holst den Ball aus dem Netz und weiter geht’s, weil du sicher bist, dass dich das Tor nicht umwirft.“

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