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Japanischer Wirbelwind Takehara

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Von: Tino Weingarten

TSV Eintracht Stadtallendorf vs. SG Barockstadt Fulda-Lehnerz - Hessenliga Gruppe A - Saison 2021 2022
Jubel bei Eintracht Stadtallendorf: Beim SV Neuhof feierte der Vize-Meister den vierten Saisonsieg. © Stefan Tschersich

Lange musste Ryunosuke Takehara warten, bis er spielen durfte. Nach seinem erfolgreichen Debüt am vergangenen Wochenende setzte der Japaner beim 4:0 (2:0)-Erfolg über den SV Neuhof nach.

Wie sehr dieser quirlige Japaner der Eintracht aus Stadtallendorf hilft, wurde einmal mehr deutlich. In seinem zweiten Saisonspiel - der Neuzugang aus Gießen musste auf seine Spielerlaubnis warten - traf Takehara doppelt, hatte damit größte Anteile daran, dass seine Mannschaft das zweite Spiel in Folge gewann. Bereits gegen den FSV Fernwald in der Vorwoche war der 22-Jährige erfolgreich, traf zur 2:1-Führung.

Ryunosuke Takehara schießt Eintracht Stadtallendorf zum Sieg

„Er ist so ein positiver Junge. Es ist wichtig, solche Flügelspieler zu haben, die ins Eins gegen Eins gehen“, lobte TSV-Trainer Dragan Sicaja Takehara. Die Gäste waren über die gesamte Spielzeit das bessere Team, waren aktiver und strahlten vor allem im ersten Durchgang eine ungemeine Effizienz aus. Takeharas erster Treffer war der zweite Torschuss der Gäste, der Japaner wurde dabei von der Neuhofer Hintermannschaft sträflich alleine gelassen. Beim 0:2 half SVN-Keeper Vladan Grbovic mit, der einen harmlosen Schuss nur prallen und somit Takehara abstauben ließ.

Neuhof war offensiv harmlos, verdribbelte sich vor dem Strafraum zu häufig und verzeichnete dadurch nicht einen klaren Abschluss. „Ich sehe noch nicht, dass die Mannschaft den Abstiegskampf annimmt. Das heute war ein Qualitätsunterschied“, betonte Neuhof-Trainer Alexander Bär. Zu allem Überfluss handelte sich Innenverteidiger Felipe Mendes Ferrareze nur Sekunden nach Wiederanpfiff die Gelb-Rote Karte ein, weil er gegen Del Angelo Williams zog. Nur eine Minute vor der Pause holte sich der Brasilianer eine eher fragwürdige gelbe Karte, da ihm ein aktives Ballwegschlagen eher nicht angelastet werden konnte.

Bär verzichtete darauf, erneut einen vierten Verteidiger zu bringen, was allerdings den Gästen viele Räume für Kontermöglichkeiten eröffnete. Zwar spielte die Eintracht diese häufig nicht gut aus, doch Williams zum 3:0 und der eingewechselte Rolf Sattorov zum 4:0-Endstand schlossen zwei dieser schnellen Gegenangriffe ab. „Wir wollen es nicht überbewerten, der Gegner ist in der Findungsphase. Es ist wichtig, dass wir den Anschluss geschafft haben. Ich wusste, dass wir besser werden, wenn wir körperlich zulegen“, sagte Sicaja.

SV Neuhof: Grbovic; Williams, Ferrareze, Pandov, Paez - Sosa Perez (71. Gärtner), Yanez Cortes (60. Djebarri) - M. Kovac, Shani (60. F. Kovac), A. Kovac (69. Somow) - Costa Sabate.
Eintracht Stadtallendorf: Sahin; Enobore, Philips, Schadeberg, Markovic - Kulas (72. Bremer), Zildzovic (83. Trümner) - Heuser (66. Geisler), Cecen (66. Sattorov), Takehara (80. Preisig) - Williams.
Schiedsrichter: Simon Wecht (SV Fürth).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Ryunosuke Takehara (31.), 0:2 Ryunosuke Takehara (43.), 0:3 Del Angelo Williams (64.), 0:4 Rolf Sattorov (88.).
Gelb-Rote Karte: Felipe Mendes Ferrareze (Neuhof, 46.).

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