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Gießen bleibt zuhause eine Macht und ist Tabellenführer

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Daniyel Cimen Trainer FC Gießen
Daniyel Cimen, Trainer des FC Gießen, hat eine Heimmacht aufgebaut. © Charlie Rolff

Der FC Gießen hat am Mittwochabend sein Nachholspiel gegen den TuS Dietkirchen mit 3:0 (2:0) gewonnen und dadurch mit 30 Punkten die Tabellenführung in der Hessenliga übernommen. Der Regionalliga-Absteiger ist mittlerweile seit neun Partien unbesiegt und bestätigte diesen Trend mit einer souveränen Vorstellung gegen die Limburger Vorstädter.

Da das Waldstadion über kein Flutlicht verfügt, musste der FC Gießen auf den Läusberg in den Gießener Stadtteil Rödgen ausweichen. Dort konnte das Team von Trainer Daniyel Cimen auf gewohntem Naturrasen spielen. Vor etwas mehr als 200 Zuschauern übernahm Gießen sofort die Initiative und ging schnell durch Neuzugang Michael Gorbunow in Führung, der seinen zwei Treffern in Friedberg im Nachholspiel Saisontor Nummer drei hinzufügte. Nach einer Flanke von der rechten Seite staubte der große Mittelstürmer zum 1:0 ab (4.).

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Gießen ging auch ohne Routinier Michael Fink sofort auf das zweite Tor, welches nicht lange auf sich warten ließ. Nach einer Ecke köpfte Innenverteidiger Adrian Kireski ein (13.). Und beinahe hätte Yassin Maingad gleich das dritte Tor nachgelegt, scheiterte aber an TuS-Torhüter Raphael Laux. Dietkirchen, das zum ursprünglichen Termin am 29. September wegen Corona-Fällen nicht antreten konnte, war zunächst nur mit Abwehraufgaben beschäftigt, konnte sich aber nach und nach aus der Umklammerung befreien. In der 36. Minute hätten die Westerwälder mit einem Foulelfmeter verkürzen können, doch Dennis Leukel scheiterte an FCG-Tormann Aleksa Lapcic, der vor der Runde aus der Gruppenliga Frankfurt Ost von Germania Dörnigheim kam. Wie schon in Friedberg gegen Noah Michel parierte Aleksic einen nicht mal schlecht geschossenen Elfmeter.

„Wir wussten nichts von den Qualitäten, er hält die Elfmeter wirklich stark. Aleksa ist ein wichtiger Rückhalt geworden“, lobte Cimen den neuen Tormann. Kurz darauf hatte Leukel für die Gäste die nächste Chance, ließ sich aber zu weit abdrängen und konnte Lapcic nicht überwinden. Die Gäste, am Rande der Abstiegszone stehend, brachten zur Pause ihren Torjäger Maximilian Zuckrigl, der für frischen Wind sorgen sollte. Gästecoach Steffen Moritz stand übrigens selbst auf dem Spielberichtsbogen, hielt es aber nicht für nötig, sich einzuwechseln. Im zweiten Abschnitt markierte Elion Mahmuti den Endstand mit einem Distanzschuss (62.), ansonsten kontrollierte Gießen weitestgehend den Vorsprung, auch wenn Dietkirchen sich erfolglos um den Ehrentreffer bemühte.

Die Tabellenführung betrachtete Cimen in seiner Analyse als „zweitrangig. Das ist eine schöne Momentaufnahme. Die Jungs haben sich das die letzten Wochen erarbeitet. Wir hatten sehr starke 30 bis 35 Minuten, da haben wir das 3:0 und 4:0 verpasst. Dann kann es aber durchaus zur Pause 2:2 stehen und so wäre der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt worden. Wir wollten nach dem kräftezehrenden Spiel in Friedberg in der zweiten Halbzeit kontrollierter spielen. Nach dem dritten Tor wurde es ruhiger, da war Dietkirchen nur noch bei Standards immer mal wieder gefährlich.“ Am Samstag kann der FC Gießen in seinem nächsten Heimspiel (14 Uhr) - dann wieder in gewohnter Umgebung im Waldstadion - die Tabellenspitze verteidigen oder sogar ausbauen, wenn Aufsteiger TSV Steinbach Haiger II zu Gast ist. 

FC Gießen: Lapcic; Assar, Kireski, Besso, Wessam-Ghani - Hagley - de Moura Beal (60. Akkus Rodriguez), Filsinger (60. Pekesen), Maingad (86. Tatchouop), Mahmuti (84. Litzinger) - Gorbunow (75. Calabrese).
TuS Dietkirchen: Laux; Nickmann (75. Schmidt), Bücher, Wenig (75. Bergs), Cicatelli - Hautzel, Kratz - Leukel (70. Stahl), Mink (46. Zuckrigl), Klöckner (70. Schmitz) - Dankof.
Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Rauschenberg).
Zuschauer: 207.
Tore: 1:0 Michael Gorbunow (4.), 2:0 Adrian Kireski (13.), 3:0 Elion Mahmuti (62.).

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