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Fünf Wechsel? Für den SV Steinbach ein Wunschdenken

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Von: Steffen Kollmann

Bildergalerie vom Hessenliga-Spiel SV Steinbach gegen FC Gießen
Eine Option mehr: Max Stadler steht dem SV Steinbach wieder zur Verfügung. © Charlie Rolff

Sieben Hessenliga-Spiele in Folge hatte der SV Steinbach nicht verloren, ehe es zuletzt gleich drei Pleiten in Serie setzte. Trainer Petr Paliatka hat die Gründe gefunden – und sieht Licht am Ende des Tunnels.

Überraschend emotional und angefasst war Paliatka nach dem jüngsten 1:4 in Erlensee, sprach seiner Mannschaft sogar die Einstellung ab. Mit ein paar Tagen Abstand blickt der 38-Jährige aber etwas anders auf die Sachlage. „Die Jungs wollten, aber es ging einfach nicht. Solche Phasen habe ich als Spieler auch erlebt. Der Kopf ist müde“, hat Paliatka Gründe für die zwei enttäuschenden Auswärtsauftritte in Erlensee und Unter-Flockenbach ausgemacht.

Hessenliga: SV Steinbach fehlen die personellen Alternativen

Die Ansätze für den SVS-Trainer sind also klar: Es gilt, wieder die Frische reinzubekommen, die spielerische Leichtigkeit und Unbeschwertheit, die dafür sorgten, dass Steinbach am Saisonanfang begeisterte. Nicht umsonst steht die Truppe aus dem Mühlengrund trotz der ersten Schwächephase dieser Spielzeit weiter im gesicherten Mittelfeld. „Wir haben bisher eine gute Runde gespielt. Die Spiele, die du am Anfang noch gewonnen hast, konnten wir zuletzt aber leider nicht ziehen“, weiß Paliatka.

Ein Hauptgrund dafür: die fehlenden personellen Alternativen. „Wir gehen schon die ganze Saison auf dem Zahnfleisch. Fast immer musste die gleiche Elf spielen“, hadert Steinbachs Übungsleiter aufgrund einiger Ausfälle mit der fehlenden Breite des Kaders. Die sich auch in Zahlen untermauern lässt. Zwar darf Paliatka seit dieser Saison fünfmal wechseln, letztmals konnte er von dieser Möglichkeit aber Ende August Gebrauch machen. Das letzte Mal, dass der SV Steinbach mehr als drei frische Feldspieler von der Bank brachte, war am 6. Spieltag beim 2:1 gegen Baunatal. Stattdessen mussten Spieler wie Michael Wiegand, der berufsbedingt gar nicht trainieren kann und trotzdem in 13 Spielen zum Einsatz kam, auflaufen.

SV Steinbach: Philipp Bagus muss nicht operiert werden

Beim Blick auf den Spielplan ist Paliatka daher ein wenig bange – schließlich spielt die Hessenliga bis Mitte Dezember, fünf Partien sollen in diesem Jahr noch über die Bühne gehen. Da trifft es sich gut, dass sich die personelle Lage derzeit etwas entspannt. Bei Innenverteidiger Tom Wiegand und Sechser Jannis Kehl sind beispielsweise wieder mehr Einsatzminuten als in Erlensee drin, als beide von der Bank kamen. Zudem kehrt Angreifer Max Stadler zurück. Gute Nachrichten gibt es zudem von Philipp Bagus. Der Shootingstar im Tor wird zwar in diesem Kalenderjahr nicht mehr zum Einsatz kommen können, muss aber nicht operiert werden.

Am Samstag (14.30 Uhr) ist der SC Waldgirmes zu Gast im Mühlengrund. „Mit dem Gegner brauchen wir uns aber nicht groß beschäftigen. Nur unsere Leistung bestimmt, ob wir gewinnen oder nicht“, betont Paliatka.

SV Neuhof: Gute Erinnerungen an die letzte Saison?

Ein Sieg – der gelang dem SV Neuhof letztmals gegen eben jenen SCW. Allerdings am 18. September, weshalb der Absturz auf den letzten Platz die logische Folge ist. Ob es nach acht Spielen mit nur einem Punkt im Auswärtsspiel beim Fünften KSV Baunatal (Samstag, 14.30 Uhr) die Wende gibt? Zumindest sorgte der Sieg im letzten Duell vor rund einem Jahr für eine Neuhofer Initialzündung bis hin zur vorzeitigen Rettung.

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