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Hessenliga: Gar dem Siebtletzten droht der Abstieg

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Von: Johannes Götze

Verbandsfußballwart Thorsten Bastian (Bildmitte) leitete die Hessenliga-Tagung und wurde von den „Interimspräsidenten“ Torsten Becker (links) und Ralf Viktora unterstützt. Foto; Memento36
Verbandsfußballwart Thorsten Bastian (Bildmitte) leitete die Hessenliga-Tagung und wurde von den „Interimspräsidenten“ Torsten Becker (links) und Ralf Viktora unterstützt. © Memento36

Das wird ein dickes Brett für die Hessenligisten: Wie die Tagung der Vereine in Grünberg am Sonntagmorgen ergab, droht mehr als einem Drittel der Liga der Abstieg.

Zwar hat die Hessenliga seine Klassenstärke "dank" sechs Absteiger in der abgelaufenen Saison von 22 auf 20 abmindern können, aber auch aufgrund der Aufnahme und von Eintracht Frankfurts U21 und dem vermehrten Aufstieg in der ersten "Corona-Saison" ist die Klasse extrem voll. Zu voll.

Um die festgeschriebene Richtzahl von 18 zu erreichen, werden mindestens vier Mannschaften direkt absteigen. Steigt ein hessischer Vertreter (Kickers Offenbach, TSV Steinbach Haiger, FSV Frankfurt, Hessen Kassel, SG Barockstadt Fulda-Lehnerz) aus der Regionalliga Südwest ab, erhöht sich die Zahl der Direktabsteiger auf fünf, bei zwei auf sechs. Steigen drei hessische Regioanlligsten ab, spielt die Hessenliga in der kommenden Saison mit 19 Teams. Die Mannschaft, die unmittelbar vor dem ersten direkten Abstiegsplatz steht, relegiert mit den Vizemeistern der drei Verbandsligen.

Die Tagung verlief relativ geräuschlos. Andisktuiert wurde von RW Walldorf, den Eintrittspreis von sieben auf acht Euro zu erhöhen, was keine breite Zustimmung fand. Auch wurde vorgeschlagen, den letzten Spieltag (10. Dezember) in diesem Jahr nach vorne zu ziehen, um einer möglichen Kollision mit einem Viertelfinalspiel Deutschlands bei der WM in Katar vorzubeugen. Auch das wurde abgeblockt und kurzfristige Lösungsmöglichkeiten im "Falle des Falles" versprochen.

Festgelegt wurden bereits die Rahmendaten für das neue Jahr: Der letzte Spieltag findet bereits am 27. Mai statt, der Vizemeister der Hessenliga spielt mit den Vizemeistern der Oberligen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz/Saar einen vierten Absteiger aus. Die Termine für die Aufstiegsspiele sind der 8., 11. und 14. Juni.

Zu Gast waren auch Torsten Becker und Ralf Viktora, die die Geschicke des HFV nach dem Rücktritt von Präsident Stefan Reuß seit Freitag gemeinsam leiten. Ebenfalls sprach Wolfgang Heck. Der Einzelrichter der Hessenliga wiederholte seinen Unmut über Unsportlichkeiten seitens der Trainer und verkündete verschärfte Maßnahmen: Erhält ein Trainer ein Innenraumverbot, wird dies in Zukunft mit mindestens 250 Euro Geldstrafe sanktioniert. Leistet er sich hierbei eine Beleidigung, zieht dies mindestens zwei Wochen Platz- und Tätigkeitsverbot nach sich.

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