Fabian Schaub SV Flieden
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Laut Hirsch kaum einsatzfähig, musste aber aufgrund der Personalnot auch in Bad Vilbel ran: Fliedens Stürmer Fabian Schaub (in blau).

Flieden verliert 0:1

Bad Vilbel mit minimalistischem Erfolg

Der erste Auswärtsauftritt des SV Buchonia Flieden in der Hessenliga-Abstiegsrunde war nicht von Erfolg gekrönt. Am Niddasportfeld wurde von beiden Teams kein gutes Spiel geboten. Letztlich setzte sich der gastgebende FV Bad Vilbel mit 1:0 (0:0) durch.  

Die Buchonia reiste wieder personell gebeutelt an, es standen lediglich 16 Akteure im Kader. Auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz kam von beiden Teams wenig Spielfluss auf, die Partie offenbarte wahrlich kein gutes Niveau. Das erkannte auch Fliedens Trainer Bardo Hirsch nach dem Abpfiff an: „Das war ein ganz schlechtes Spiel von beiden Mannschaften. Letzte Woche haben wir gegen Zeilsheim ein tolles Spiel gemacht und heute sind wir komplett anders aufgetreten. Wir hatten keine Durchschlagskraft vorne und hatten wenige gefährliche Aktionen nach vorne.“ Die Wetterauer hatten die erste Möglichkeit, als Alexander Bauscher im Strafraum abzog, Buchonia-Keeper Lukas Hohmann parierte und der Nachschuss von Kapitän Thorben Knauer drüber ging. 

Auf der Gegenseite war die erste Chance der Osthessen einem Fehler von FV-Torhüter Robin Orband geschuldet, der Marc Götze den Ball vor die Füße spielte. Der Fliedener Angreifer war aber zu überrascht und zielte neben das Tor. Ansonsten war das Spiel der Gastgeber von vielen Abspielfehlern behaftet. Flieden hatte durch Eckbälle und Freistöße Abschlüsse. Einmal landete Götzes Versuch in der Vilbeler Mauer, den Nachschuss von Lukas Hagemann hielt Orband. Die offiziell 112 Zuschauer - dreistellig wurde es nur dank der Reisefreudigkeit der Fliedener Anhänger - wurden auf eine harte Probe gestellt. Zwar war das Spiel offen und spannend, das beste an diesem Nachmittag war das sonnige Wetter mit 15 Grad. 

Hirsch: „Die entscheidenden Leute fehlen“

Das entscheidende Tor fiel dann kurz nach der Pause. Erst rettete Lukas Hohmann einen heimischen Angriff, der Ball konnte aber nicht weit genug geklärt werden. Bauscher setzte Filip Cirpaci ein, der die Vilbeler Führung markierte (52.). Sechs Minuten später kam Namrud Embaye nach einem Eckball zum Kopfball und Hohmann lenkte den Ball an die Latte. Die Gäste brachten nun Routinier Fabian Schaub, der laut Hirsch eigentlich kaum einsatzfähig war, sich aber trotzdem in den Dienst der Mannschaft stellte. „Es fehlen einfach entscheidende Leute und mit den Spielern hintendran funktioniert es einfach nicht“, bedauerte Hirsch die Personallage. 

Schaub war dann an einer Dreifach-Chance beteiligt, wo eigentlich das 1:1 für die Buchonia hätte fallen müssen. Doch Orband parierte seinen Abschluss, der Nachschuss von Philipp Pfeiffer wurde von Vladimiros Safaridis abgeblockt, dann rettete Takahiro Okuno auf der Linie. Die Gäste versuchten in der Schlussphase noch einmal alles, drängten Vilbel in die eigene Hälfte, kamen zu zahlreichen Ecken, doch der Ball fand nicht den Weg in das Tor der Wetterauer. Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic zeigte sich nach Spielschluss mit der Moral seiner Mannschaft zufrieden: „Der Siegeswille war ausschlaggebend. Vom Spielfluss her und der Spielanlage haben wir aber sehr wenig umgesetzt. Letztendlich haben wir das eine Tor gemacht und Gott sei Dank hat es in diesem knappen Spiel für die so wichtigen drei Punkte gelangt.“ / pac 

Statistik

FV Bad Vilbel: Orband; Okuno, Alik (46. Böger), Gashi, Cirpaci (79. Shuteriqi), Knauer, Bauscher, Embaye, Filipovic, Safaridis, Polak (46. Shimoda).
SV Flieden: L. Hohmann; Marquez Barrios, N. Hohmann, Sippel, Hagemann (60. Schaub), Zeller, Götze, Hack (79. Odenwald), Pfeiffer, Rehm (73. Kress), Müller.
Schiedsrichter: Ehsan Amirian (DJK 1. SC Klarenthal).
Zuschauer: 112.
Tor: 1:0 Filip Cirpaci (52.).

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