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Das nächste Spitzenteam kommt auf die „Kuhwiese“

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Von: Steffen Kollmann

Fußball 2021-2022/Hessenliga Gr.A 2021-2022/SV Buchonia Flieden (weiss) - V Neuhof (grün) 2:
Alexander Bär sieht seine Mannschaft weder in Sachen Fitness noch bei den Abläufen bei 100 Prozent. © Charlie Rolff

Mit vier Punkten aus vier Spielen war der Saisonstart des SV Neuhof nicht gerade berauschend. Einfach waren die Gegner in der Hessenliga bislang aber nicht – und mit Rot-Weiß Walldorf kommt Sonntag (15 Uhr) das nächste Topteam nach Neuhof.

Die ersten drei Gegner des SVN haben eins gemeinsam: Sowohl der SV Steinbach als auch Hanau 93 und Türk Gücü Friedberg standen in der noch jungen Saison schon an der Tabellenspitze – und sei es nur für eine Nacht. Mit Rot-Weiß Walldorf kommt nun das nächste Spitzenteam, das bis vergangenen Dienstag am Platz an der Sonne stand – ehe Friedberg sein Nachholspiel gewann. Der TSV Steinbach II war dagegen noch nicht ganz oben – und wurde von Neuhof in der Vorwoche besiegt.

Trainer Alexander Bär beschäftigt sich aber weniger mit der Stärke der Gegner, als vielmehr mit dem Spiel seiner Mannschaft. „Und da muss ich sagen, dass die Ergebnisse gegen Hanau und Friedberg sehr unglücklich waren. Der Tabellenstand könnte besser sein, wir sind damit unzufrieden“, sagt der Coach, der derzeit auf dem neu eingeführten möglichen Abstiegsrelegationsplatz steht.

Hessenliga: Stehen Neuhofs Matchwinner in der Startelf?

Bei bis zu sieben Absteigern geht es für die Neuhofer deshalb darum, zunächst einmal Punkte für den Klassenerhalt einzufahren – unabhängig vom Gegner. Dass besagte unglückliche Ergebnisse in den beiden bisherigen Heimspielen zustande kamen, ist aber nicht komplett zufällig. An der Qualität des Rasens lässt der Trainer nämlich kein gutes Haar: „Wie bereits bei seiner Einweihung treffend gesagt wurde: Der Platz gleicht eher einer Kuhwiese als einem Stadion. Wir haben einen unbespielbaren B-Platz, der Kunstrasen ist in Bau, alles – ob Schulsport, Leichtathletik oder unser Training – findet auf dem A-Platz statt. Auf so einem schwer bespielbaren Rasen lässt sich schwer guter Hessenliga-Fußball anbieten.“

Zumindest am Sonntag könnte der Platz von Vorteil sein, denn mit Walldorf kommt bekanntlich eine spielstarke Mannschaft an den Rand des Kalibergs. Dass es gegen von Artur Lemm trainierte Mannschaften auch mal übel ausgehen kann, weiß nicht zuletzt der SVN. Gegen Lemms früheren Club Ginsheim kassierte Neuhof in einem Testspiel einst eine 0:9-Klatsche – Bär erinnert sich äußerst ungern. Besser lief das letzte Aufeinandertreffen gegen Walldorf Anfang des Jahres. Die Osthessen gewannen – ebenfalls in einem Freundschaftsspiel – mit 2:0.

Wir sind noch lange nicht bei 100 Prozent - weder in Sachen Fitness noch bei den Abläufen.

Alexander Bär

Spannend wird zu beobachten sein, mit welcher Mannschaft Bär ins Spiel gehen wird. Die Spielentscheider in Steinbach – Carlo Yanez, Vorbereiter des ersten Tores, und Ronaldo Shani, Schütze des zweiten Treffers – kamen nämlich beide von der Bank.

Nicht einfacher ist die Aufgabe des SV Steinbach, der zur gleichen Zeit beim FC Eddersheim antritt. Beide Mannschaften stehen bei sieben Punkten, der SVS musste beim 1:2 gegen die Zweitvertretung der Frankfurter Eintracht zuletzt erstmals eine Niederlage hinnehmen. Mut macht der bis dato letzte Steinbacher Auswärtsauftritt in Eddersheim: Vor ziemlich genau zwei Jahren gewann die Truppe von Petr Paliatka beim Vorjahres-Vierten mit 3:2.

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