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Neuhofs ungewollte Parallelen

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Von: Tino Weingarten

Fußball 2021-2022/Hessenliga Gr. A 2021-2022/SV Neuhof (grün) - SV Steinbach (schwarz) 3:
Alexander Bär erkennt Parallelen: Hinkt der SV Neuhof wieder in die Saison? © Charlie Rolff

Neue Saison, neues Glück? So heißt vielleicht ein oft genutztes Sprichwort, für den SV Neuhof kann dieses allerdings nur bedingt gelten. Zu erschreckend klar sind die Parallelen zur letzten Hessenliga-Saison.

Die mündete zwar darin, dass Neuhof die Aufstiegsrunde erreichte, die beste Saison der Vereinsgeschichte spielte und bereits zur Winterpause Sicherheit über die Ligazugehörigkeit hatte, kam jedoch mit gehörigen Anlaufschwierigkeiten daher. Anfang Oktober 2021, elf Spieltage waren da gespielt, stand der SVN mit sieben Punkten auf dem letzten Platz. Trainer Alexander Bär hofft am Samstag (15 Uhr) gegen den 1. Hanauer FC auf einen besseren Start, die Vorbereitung allerdings liegt ihm schwer im Magen. „Wir haben auf höherem Level gesehen, dass es nicht reicht, um zu gewinnen. Ich bin alles andere als zufrieden. Abläufe müssen schnell funktionieren, aber das geht nicht, wenn die Mannschaft zusammengewürfelt wird.“

Hessenliga: SV Neuhof an einem Regionalliga-Stürmer dran

Kurz war die Vorbereitung, viele Spieler haben die aber nicht komplett durchgezogen. Entweder, weil sie als Neuzugänge später erst nach Neuhof wechselten oder aber, weil der Urlaub mit dem Trainingsauftakt kollidierte. Bär sieht seine Mannschaft nicht gut genug vorbereitet und nicht eingespielt. Droht also ein vergleichbarer Fehlstart in die neue Hessenliga-Saison wie in der alten? „Das sind Parallelen, die die Wahrheit darstellen. So wird das immer sein. In den drei Wochen wird die Mannschaft nicht fit, sondern im Verlauf der ersten Spiele“, sagt Neuhofs Trainer.

Noch scheint der Kader ohnehin nicht fertig, auf der Torhüter-Position wird gesucht, über Michael Faulner, der als Probespieler zu Gast war, wird gesprochen. Außerdem schaue sich Bär in dieser Woche Spieler für den Angriff an. Ein Stürmer aus der Regionalliga und einer aus dem breiten Netzwerk, der in seinem Land in der zweiten Liga gespielt habe, seien im Training. Gerade in der Offensive sieht Bär die größten Probleme. Eine weitere Parallele, die die Mannschaft aus der vergangenen Saison mitnimmt.

SV Steinbach: Petr Paliatka schwärmt

Für den SV Steinbach beginnt die neue Saison in der Hessenliga mit einem Auswärtsspiel beim FSV Fernwald (Samstag, 15 Uhr). Eine Spielzeit, in der der Fokus des SVS neben dem Klassenerhalt wieder darauf liegt, die jungen Spieler zu entwickeln. In diesem Jahr kamen mit Jannis Kehl und Petr Paliatka jr. zwei Spieler aus Jugendabteilungen zum Hessenligisten. Beide sollen nun reifen. „Es ist schön zu sehen, was manche Spieler in den letzten zwei Jahren für einen Sprung gemacht haben und jetzt gute Hessenliga-Spieler sind“, schwärmt Trainer Petr Paliatka über die Beispiele wie Luca Uth oder Max Stadler.

In den letzten beiden Testspielen gegen den SV Flieden (4:4) und die U19 des SC Paderborn (1:0) holte sich die Steinbacher Mannschaft die nötige Spritzigkeit. Paliatka schickt ein fittes Steinbach nach Fernwald. „Die Fitness und dass wir alle Spieler beisammen haben, werden auch dieses Jahr die wichtigsten Punkte sein. Dann haben wir eine reale Chance, die Klasse zu halten“, sagt Paliatka. Das Unterfangen wird schwer genug, bis zu sieben Mannschaften könnte am Ende der Saison der Weg in die Verbandsliga drohen. In Fernwald werden Paliatka urlaubsbedingt Petr Kvaca und Fabian Wiegand fehlen, ansonsten hat der SV Steinbach keine Ausfälle zu beklagen.

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