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SV Steinbach sieben Spiele ungeschlagen: Der Star ist das Team

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Von: Tobias Konrad

Bildergalerie vom Hessenligaspiel SV Steinbach gegen RW Walldorf
Homan Halimi (rechts) und der SV Steinbach sind in einer starken Verfassung. Das bekam nun auch RW Walldorf um Mika Kosch zu spüren. © Memento36

Der SV Steinbach hat in der Hessenliga einmal mehr bewiesen, dass er in dieser Saison kein Abstiegskandidat ist. Das 1:1 gegen Spitzenteam RW Walldorf war das siebte Spiel in Folge ohne Niederlage. Der Stolz überwiegt, hadern muss der SVS aber auch ein wenig.

Was wäre wohl los, hätte der SV Steinbach in der vergangenen Woche neun statt deren fünf Punkte geholt? Die Tabellenführung wäre nur einen Zähler entfernt. Größenwahn? Überhaupt nicht. Denn statt weiter Punkt um Punkt für den Klassenerhalt zu sammeln, gibt Trainer Petr Paliatka die passenden Worte: „Um ehrlich zu sein: Wir hätten aus den Spielen gegen den TSV Steinbach II (1:1), Türk Gücü Friedberg (4:2) und RW Walldorf (1:1) drei Siege einfahren müssen. Jedes Mal haben wir den Gegner bespielt, hatten viele Torchancen.“

Hessenliga: SV Steinbach seit sieben Spielen ungeschlagen

Paliatka will den Finger nicht in die Wunde legen, ist vielmehr unglaublich stolz auf das, was sein personell gebeuteltes Team alle paar Tage auf den Platz bringt. Im Normalfall hätten dem SVS gegen Walldorf mit zunehmender Spieldauer die Körner ausgehen müssen. Die Bank war mal wieder ausgedünnt, Paliatka sind bei Wechseln seit Wochen die Hände gebunden. Doch nicht RWW konnte mit frischen Kräften zulegen, sondern der SVS. „Die Jungs trainieren wie die Wilden. Nur deshalb können wir das Pensum gehen“, schilderte Steinbachs Coach.

Der verdiente Lohn in Form eines Dreiers sollte aber ausbleiben, weil den Hausherren im gegnerischen Strafraum das Zielwasser ausging. Max Stadler, Luca Uth, Thore Hütsch und Fabian Göb – sie alle hatten in der Endphase Abschlusschancen. Und dann gab es noch zwei strittige Entscheidungen zugunsten der Gäste. Erst wurde Hütsch im Strafraum zu Boden gezogen, dann Leon Wittke im Zweikampf zu Fall gebracht. Die SVS-Anhänger forderten vehement Elfmeter. Berechtigt? Nicht für Walldorfs Trainer Artur Lemm, dem die Klarheit in den Aktionen fehlte. Dass er mit dem Auftritt seines Teams hör- und sichtbar überhaupt nicht zufrieden war, steht auf einem anderen Blatt.

Einen Zähler ergaunerte sich der Jugendverein von Nationalspieler Niklas Süle nur, weil SVS-Keeper Philipp Bagus patzte. Ein hoher Ball flutschte ihm durch die Finger, Mahdi Mehnatgir staubte ab (32.). Zuvor agierte Steinbach stark, hatte mehrere Hochkaräter, die allesamt der gut aufgelegte RWW-Keeper Marcel Czirbus entschärfte. Stadler besorgte die Führung (14.), nachdem Steinbach nach einer verpassten Möglichkeit nachsetzte und Luca Uth per Kopf quer legte. „Wichtig ist, dass wir klar im Kopf bleiben. Wir sehen selbst, dass wir gegen jeden Gegner in der Liga die Chance auf den Sieg haben und größtenteils sogar besser sind. Das ist eine tolle Entwicklung“, sagte Paliatka, der aufgrund der Personalsorgen zuletzt wieder auf eine Viererkette setzte.

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