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Steinbach erst stark, dann glücklich und am Ende schläfrig

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Von: Tino Weingarten

Jubel SV Steinbach
Jubel beim SV Steinbach, bediente Gesichter bei Türk Gücü Friedberg. Der SVS überrannte den Gegner in der ersten Halbzeit. © Mediennetzwerk Osthessen/Bernd Vogt

Eine starke erste Halbzeit und das nötige Spielglück in der zweiten haben dem SV Steinbach einen 4:2 (3:0)-Heimsieg gegen Türk Gücü Friedberg beschert. Der SVS bleibt im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen, Türk Gücü kassierte die dritte Niederlage in Serie.

Petr Paliatka, Trainer des SV Steinbach, vermisste beim 1:1-Unentschieden beim TSV Steinbach II die konsequente Chancenverwertung und sah dies als notwendig an, um gegen Türk Gücü Friedberg Zählbares einzufahren. Seine Mannschaft schien gut zugehört zu haben, denn der SVS legte im Heimspiel von Beginn an eine ganz starke Partie auf den Rasen und münzte die Leistung auch in Tore um.

SV Steinbach mit überragender Chancenverwertung gegen Friedberg

Dreimal waren die Hausherren in den ersten 20 Minuten vor dem Türk Gücü-Tor - und dreimal traf Steinbach. Petr Paliatka jr. verwertete zunächst ein gutes Zuspiel von Thore Hütsch (4.), Homan Halimi einen guten Steckpass von Max Stadler (11.) und Luca Uth wurde 20 Meter vor dem Tor zu viel Platz gewährt (19.). TGF-Trainer Enis Dzihic platzte schon vor dem 3:0 der Kragen, jeder Angriff des SVS bedeute für ihn einen erhöhten Herzschlag.

In der Defensive war Türk Gücü - anders als Steinbach - nicht griffig, in den Zweikämpfen häufig zweiter Sieger oder ließ den SVS einfach machen. In der Offensive schossen die gefährlichen Noah Michel und Toni Reljic zunächst nicht konsequent aufs Tor, erst Mitte der ersten Halbzeit besserte sich dies. Steinbach machte es den Gästen zunächst nicht einfach, in gute Schusspositionen zu kommen. „Man haut sich ganz anders in Zweikämpfe rein, wenn man so ins Spiel startet. Wir haben guten Fußball gespielt, aber wussten, dass es noch schwer werden würde“, sagte Paliatka.

Philipp Bagus und Spielglück retten SVS mehrmals

Das trat im zweiten Durchgang so ein, was in aller erster Linie mit Friedberg zu tun hatte, das mit Wucht und Wut im Bauch aus der Kabine kam. SVS-Keeper Philipp Bagus rückte nun in den Mittelpunkt, der zunächst noch Glück hatte, dass Kamil Yikilmaz freistehend weit drüber schoss (46.), dann aber einen Elfmeter von Reljic parierte (57.), den Nachschuss von Michel über das Tor und den Abschluss von Yikilmaz an die Latte lenkte (60.). Zuvor schoss Kodai Hayashi an die Unterkante der Latte, der Ball schien hinter der Linie - Schiedsrichter Manuel Winkler aber ließ weiterlaufen.

Es passte alles zu einem gebrauchten Abend für Türk Gücü, zumal Alexander Reith mit dem ersten Schuss auf das Tor in der zweiten Halbzeit das 4:0 erzielte (86.). Einzig eine Einladung von Dumitru Neacsu ermöglichte Michel einen Treffer (89.), Toni Lakaj traf eine Minute später zum Endstand. „Da war Steinbach vielleicht schon in der Kabine, das ist bei dem Spielstand ganz normal. Wir können es tausend Mal sagen, aber wir fangen erst nach 20 Minuten nach dem 0:3 an, Fußball zu spielen. Momentan machen wir es nicht gut“, sagte Dzihic.

SV Steinbach: Bagus; F. Wiegand, Neacsu, Hütsch - Kehl (43. Wittke), Halimi (75. Göb) - Kvaca, Reith, Uth - Stadler (89. Wehner), Paliatka jr.
Türk Gücü Friedberg: Koob; Scheffler, Häuser, Dudda (23. Gatamura), Eren - Henrich, Usic (70. Mahmudov) - Imek (58. Hayashi), Reljic, Yikilmaz (83. Likaj) - Michel.
Schiedsrichter: Manuel Winkler (TSV Landau).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Petr Paliatka jr. (4.), 2:0 Homan Halimi (11.), 3:0 Luca Uth (19.), 4:0 Alexander Reith (86.), 4:1 Noah Michel (89.), 4:2 Toni Lakaj (90.).
Verschossener Elfmeter: Philipp Bagus (Steinbach) hält gegen Toni Reljic (57.).

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