Angelo Barletta Trainer FC Bayern Alzenau beim Spiel
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Alzenaus Trainer Angelo Barletta wird beim Auswärtsspiel in Zeilsheim sicher nicht von allen herzlich empfangen.

Tom Balser bezieht Stellung

„Wenn Barletta einen Testspielgegner brauchte, war Zeilsheim nicht nervig“

Nun ist es Fakt: Am Mittwoch (20 Uhr) soll der SV Zeilsheim nach mehreren Corona-Infektionen wieder in den Hessenliga-Spielbetrieb einsteigen. Der SVZ hätte gerne noch einmal verlegt, Gegner Bayern Alzenau hat das abgelehnt. Tom Balser, Sportlicher Leiter der „Grünen“, bedauert das.

Das war passiert: Beim SV Zeilsheim infizierten sich vor knapp zwei Wochen gleich eine ganze Reihe an Spielern mit dem Coronavirus. Hessenliga-Klassenleiter Thorsten Bastian setzte daraufhin das Heimspiel gegen Bayern Alzenau satzungskonform ab und ging sogleich mit den Vereinen wegen eines Nachholtermins in Austausch. Beide Teams einigten sich auf den kommenden Mittwoch (20 Uhr) als Nachholtermin. In der Folge wurde auch das Gastspiel der Zeilsheimer in Steinbach abgesagt und mittlerweile auf Ostermontag verlegt. 

Balser und SVZ-Präsident Peter Strauch versuchten im Nachgang eine neuerliche Spielverlegung mit Bayern Alzenau zu arrangieren, was am Willen der Unterfranken scheiterte. Alzenaus Trainer Angelo Barletta hatte sich hierzu bereits am Samstag nach dem 0:0 gegen Bad Vilbel geäußert (O-Ton auf der Pressekonferenz: „Entweder Zeilsheim weist erneut fünf Coronafälle auf, oder es wird von unserer Seite aus gespielt. Das Thema ist ziemlich nervig.“), am Sonntag senkte letztlich Alzenaus Vorsitzender Andreas Trageser gegenüber Zeilsheim den Daumen und begründete dies laut Balser vor allem mit dem engen Zeitplan.

Tom Balser gibt sich Teilschuld am Durcheinander

Balser findet insbesondere die Aussagen von Barletta despektierlich: „Er war zuletzt Trainer in Offenbach und beim FSV Frankfurt. Da war Zeilsheim nicht nervig, wenn er für seine Teams kurzfristige Testspielgegner gebraucht hat. Ich weiß gar nicht, warum das Verhalten von uns nervig sein sollte. Ich hatte einmal Kontakt mit Andreas Trageser, Peter Strauch zweimal. Niemand von uns hat Kontakt mit Barletta gehabt“, erklärt Balser, der sich bei der Debatte gar nicht rausnehmen möchte: „Ich muss ja selbst auch eine Teilschuld an dem Durcheinander einräumen, weil ich bei der Planung des Nachholspiels nicht an die Quarantänezeit gedacht habe. Unsere Spieler sind erst am Dienstag wieder frei und sollen dann am Mittwoch Hessenliga spielen. Das geht ja gar nicht, weil sich einige gar nicht imstande fühlen und wir als Verein sind ja vor allem der Gesundheit unserer Spieler verpflichtet.“ 

Die Konsequenz dessen werde sein, dass Zeilsheim mit einigen Spielern der Zweiten auflaufen müsse, die dadurch dann am Samstag für die KOL-Mannschaft gesperrt seien. Nicht wirklich glücklich, wie Balser findet, der ausführt, „dass man sich gerade in solch einer schwierigen Zeit mehr Miteinander wünscht. Fair geht vor sieht für mich anders aus.“

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