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Verletztenmisere von Hadamar setzt sich auch gegen FC Gießen fort

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Fußball 2022-2023/Hessenliga 2022-2023 - Hier: SV Steinbach (grau) - FC Gießen (rot) 3:3 - Ghani Wessam Abdel (FC Gießen - rot)
Abdel Wessam Ghani brachte den FC Gießen gegen Rot-Weiss Hadamar in Führung. © Charlie Rolff

Der FC Gießen kommt immer besser in Schwung und ist nach dem 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Rot-Weiß Hadamar schon in die Phalanx der Hessenliga-Spitzengruppe eingedrungen. Durch das siebte Spiel in Folge ohne Niederlage, in der das nach dem Regionalliga-Abstieg umformierte Team des langjährigen Trainers Daniyel Cimen satte 17 Punkte eingesammelt hat, verbesserten sich die Mittelhessen auf Rang vier und haben noch das lösbare Nachholspiel gegen den TuS Dietkirchen in der Hinterhand.

Ganz anders gestaltet sich die Lage beim „Dino“ der Spielklasse aus dem Kreis Limburg-Weilburg. Seit der Saison 2011/12 spielt Rot-Weiss Hadamar ununterbrochen in der Hessenliga, die zwölfte Saison ist bislang die schwerste. Zwar gab die Mannschaft von Trainer Stefan Kühne zuletzt mit zwei Siegen aus drei Spielen kräftige Lebenszeichen von sich, die Verletztenmisere zieht sich aber wie ein roter Faden durch die Runde.

FC Gießen ordnet Sieg gegen Rot-Weiss Hadamar „richtig ein“

Da mit Jerome Zey, Marco Koch und Jann Bangert gleich drei fest eingeplante Offensivspieler verletzt sind, musste Kühne im Sturm mit Dillon Fosuhene und Mirko Dimter gelernte Mittelfeld- und Abwehrspieler bringen. Der Spielverlauf war dann eine klare Sache für den FC Gießen. Schon in den ersten zehn Minuten drückten die Hausherren die Gastelf in die eigene Hälfte, nutzte aber zunächst beste Chancen durch Leonid Akulinin (5./Kopfball) und Yassin Maingad nicht (10./14.). Hadamars Tormann Leon Hasselbach parierte, was auf sein Tor kam, auch den Schuss aus dem Hintergrund durch Abdel Wessam-Ghani lenkte der Keeper zur Ecke. Die Gäste kamen kaum zur Entlastung und waren stark in der Defensive beschäftigt. Dann kam auch noch Verletzungspech hinzu - wie so oft im bisherigen Saisonverlauf. Luca Teller musste in Minute 16 runter, später verletzte sich kurz vor Schluss auch noch Mohamed Zouaoui. Das erste Tor gelang Gießen aber erst nach exakt einer halben Stunde.

Wessam-Ghani brachte den Ball flach im rechten Toreck aus halblinker Position unter (30.). Die 477 Zuschauer - es war die zweitbeste Kulisse nach dem Abstieg - konnten jetzt auch aus heimischer Sicht mit dem Ergebnis zufrieden sein, wenn sie nicht zu den wenigen Anhängern der Gäste gehörten. Nach dem Seitenwechsel agierte der FCG weiter sehr abgeklärt, Hadamar kam immerhin zu einem Torabschluss von Zouaoui über das Tor. Schnell war die Begegnung nach dem zweiten Tor entschieden. Auf Zuspiel von Connor Filsinger hatte der Brasilianer Matheus de Moura Beal einen Meter vor dem Tor noch die Zeit, den Ball hoch zu legen und dann demonstrativ in das Netz zu hämmern (54.). Bis zum Ende passierte dann außer Auswechslungen nicht mehr viel. In der letzten Aktion hätte der eingewechselte Gießener Elion Mahmuti noch erhöhen können, schoss aber kläglich am Tor vorbei.

Gästecoach Kühne, dessen Team nun wieder am Tabellenende steht, gratulierte den Gastgebern zu einem verdienten Sieg, führte dann aus: „Für uns war es schon schwierig im Rahmen dieses Doppel-Spieltages herzufahren. Die gleiche Anfangself hatte das Spiel vom Samstag in den Knochen. Der Gegner war sehr abgeklärt, von daher war es schwierig. Wir wollten erstmal sicher stehen und dann hoffen, eine Chance zu bekommen. Wir wollten vor allem gesund durch das Spiel kommen, das ist wieder nicht gelungen. Ich habe jetzt sieben Stammspieler verletzt, aber wir müssen nach vorne schauen.“ Kollege Daniyel Cimen hat solche Probleme derzeit nicht: „Wir wussten natürlich über die Personallage bei Hadamar bescheid. Nichtsdestotrotz war es eine konzentrierte Leistung. Das war unter den Voraussetzungen nicht so einfach. Riesen Kompliment, wie wir das Ding zu Ende gespielt haben. Diesen Sieg nehmen wir mit, können ihn aber richtig einordnen.“

FC Gießen: Lapcic; Assar, Kireski, Fink, Wessam-Ghani - Harder (66. Mahmuti), Hagley (90. Besso) - Filsinger (76. Pekesen), de Moura Beal, Maingad (83. Tatchouop) - Akulinin (72. Gorbunow).
SV Rot-Weiß Hadamar: Hasselbach; Paul, Dillmann, Burggraf - Kittel, Teller (16. Wölfinger), Ramcilovic (46. Wilhelmy), Zouaoui (89. Halimi) - Fosuhene, Dimter.
Schiedsrichter: Philipp Metzger (FSV Hofgeismar-Wolfhagen).
Zuschauer: 477.
Tore: 1:0 Abdel Wessam-Ghani (30.), 2:0 Matheus de Moura Beal (54.).

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