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Was sich für Barockstadts Leon Pomnitz jetzt ändern wird

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Von: Ralph Kraus

Leon Pomnitz (vorne gegen Dietkirchens Nils Bergs) feierte seine erste Meisterschaft im Seniorenbereich.
Leon Pomnitz (vorne gegen Dietkirchens Nils Bergs) feierte seine erste Meisterschaft im Seniorenbereich. © Charlie Rolff

Kein Tor erzielt, beim Saisonfinale bei allen drei Treffern aber seine Füße im Spiel gehabt. Auch dank Leon Pomnitz‘ überragender Aufstiegsrunde hat die SG Barockstadt den ersten Platz noch erreicht.

Für Mittelfeldregisseur Pomnitz ist es die erste Meisterschaft im Seniorenbereich. „Ich persönlich war vor dem letzten Spiel ziemlich gelassen, aber man hat gespürt, dass manche sehr nervös sind. Wir haben anders gespielt als sonst“, hatte der Eiterfelder in Eddersheim früh bemerkt.

Der 26-Jährige spielte nach seiner Ellenbogen-Verletzung eine herausragende zweite Saisonhälfte, war für viele der überragende Spieler der Rückrunde. „Ob das so war, kann ich persönlich nicht beurteilen. Fakt ist, dass wir Nachwuchs bekommen haben und ich meine Stelle als Haupt- und Realschul-Lehrer in Bad Hersfeld angetreten bin. Dadurch habe ich nur noch das Fußballtraining und nicht mehr – so wie früher – auch noch eigene Trainingseinheiten absolviert“, erklärt Pomnitz, der sich freut, „dass wir einige Nackenschläge, wie den komischen Spielmodus, weggesteckt haben. Ohne diesen Modus wären wir schon vor zwei Wochen Meister gewesen.“ Und tatsächlich gibt ihm ein Rechenbeispiel recht. Zählt man alle Punkte in dieser Saison zusammen, dann kommt die SG Barockstadt auf letztlich 68 Zähler. Konkurrent Stadtallendorf wäre nur bei 62 Punkten gelandet.

Leon Pomnitz zollt Hessen Dreieich und FC Eddersheim Respekt

Das steigende Trainingspensum und der Aufwand in der Regionalliga werden durchaus ein Thema sein, nicht nur für Pomnitz: „Wir werden einmal pro Woche mehr trainieren, treffen uns zur neuen Runde also zu vier Einheiten. Wie das bei Auswärtsspielen mit längeren Wochenenden wird, muss man sehen. Ich persönlich bekomme das hin. Aber andere arbeiten bis 17 Uhr oder länger, kommen dann direkt ins Training. Da liegen die Kinder dann schon im Bett, bis du abends wieder zu Hause bist.“

Respekt zollt Pomnitz Vereinen wie Eddersheim oder Dreieich, die gegen Barockstadt und Stadtallendorf noch einmal alles in die Waagschale geworfen haben. „Für beide ging es am letzten Spieltag um nichts mehr, aber sie haben sich trotzdem voll reingehängt. Das war schon krass und super. Wir haben uns auch direkt am Abend noch bei einigen Spielern aus Dreieich für den Einsatz bedankt.“

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