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Barockstadt vor Finale: „Können nur gewinnen“

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Von: Steffen Kollmann

Wer holt sich die Meisterschaft? Stadtallendorf mit Arne Schütze (links) oder die SG Barockstadt mit Tobias Göbel?
Wer holt sich die Meisterschaft? Stadtallendorf mit Arne Schütze (links) oder die SG Barockstadt mit Tobias Göbel? © Charlie Rolff

Vorhang auf für das große Saisonfinale in der Hessenliga. Der Blick geht am Samstag (15 Uhr) nach Dreieich und Eddersheim. Dort entscheidet sich, ob Stadtallendorf oder Barockstadt die Meisterschaft bejubeln darf.

Die Ausgangslage für Barockstadt ist klar. Platz zwei ist sicher, Erster werden die Fulda-Lehnerzer nur dann, wenn die SGB in Eddersheim gewinnt und Stadtallendorf in Dreieich Punkte liegen lässt. „Wir können nur gewinnen“, sagt Trainer Sedat Gören angesichts der Konstellation, weiß aber auch, dass der Blick zwangsläufig auf das Parallelspiel in Dreieich gehen wird.

Das Momentum ist nach sechs Siegen in Folge jedenfalls auf der Seite der SGB. „Ich bin seit fast vier Jahren Trainer hier. So hoch wie jetzt war die Spannung im Training aber wahrscheinlich noch nie“, lobt Gören, der auch die mentale Weiterentwicklung herausstellt. Der jüngste Rückstand gegen Hadamar wurde schnell abgehakt, ähnliches würde auch in Eddersheim passieren: „Bei uns werden die Nerven nicht flattern.“

Tolga Duran bei SG Barockstadt vor Rückkehr

Mit Mittelfeldmann Tolga Duran und Rechtsverteidiger Marius Löbig könnten zwei Spieler zurückkehren. Kontakt nach Dreieich hatten Gören oder andere Verantwortliche derweil nicht: „Das ist eine Top-Mannschaft, die in ihrem letzten Spiel sicher nochmal alles geben wird.“

Genauso wie Barockstadts Gegner Eddersheim. Der FCE hatte Stadtallendorf jüngst die fast sicher geglaubte Meisterschaft aus den Händen gerissen, glich nach 0:2-Rückstand in der Nachspielzeit noch aus. „Wir sind wieder in der Verantwortung, eine gute Leistung abzurufen“, weiß Christian Lüllig. Motivation zieht Eddersheims Trainer aber nicht nur aus der spannenden Meisterkonstellation: „Wir können noch Dritter werden und wollen uns nach einer starken Saison mit einem Sieg verabschieden.“

Mit 500 bis 1000 Zuschauern rechnet Lüllig zum Saisonabschluss, ein Szenario möchte er dabei unbedingt vermeiden: „Wir wollen natürlich nicht, dass Fulda bei uns die Meisterschaft feiert“, sagt der 42-Jährige, der nach dem 0:0 im Hinspiel ein Duell auf Augenhöhe erwartet. Möglich ist es, dass Ex-Barockstädter Andre Fließ nach fast achtmonatiger Verletzungspause aufgrund einer schweren Muskelverletzung im Oberschenkel gegen seinen früheren Verein in den Kader zurückkehrt.

Vorfreude bei Dragan Sicaja

Von einer „klaren Enttäuschung“ spricht derweil Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja nach dem 2:2 gegen Eddersheim. Enttäuschung wich aber recht zügig Optimismus: „Wir freuen uns, dass wir in dieser Position sind, am letzten Spieltag alles in der eigenen Hand zu haben“, unterstreicht Sicaja, der hofft, dass sein Team wieder mit der breiten Brust ins letzte Spiel gehen wird, die den TSV in dieser Saison ausgezeichnet hat. „Die Jungs waren mit sich selbst beschäftigt, sie sind auch nur Menschen. Entscheidend wird sein, wie wir diesmal mit dem Druck klarkommen. Aber ich bin auch gespannt, wie Fulda reagiert.“

Dass mit dem SC Hessen, der seine Mannschaft zum Saisonende zurückzieht, ein Brocken auf Stadtallendorf wartet, ist Sicaja bewusst. „Unter normalen Umständen wären sie ein Top-Favorit auf die Meisterschaft gewesen“, sagt der Coach, der die tolle Entwicklung seiner Truppe hervorhebt. Nach der chancenlosen Vorsaison in der Regionalliga und dem großen Umbruch im Sommer glaubt Sicaja: „Am Ende kriegt man das, was man verdient hat.“

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