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Beim wilden 3:3 heißt der Gewinner SG Barockstadt

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Von: Johannes Götze

Wie im Vorbeigehen erledigte Jochen Breidebands FC Erlensee den SV Steinbach. Foto: Kevin Kremer
Jochen Breidband haderte mit der Schiedsrichterleistung und war mit der ersten Halbzeit seines Teams nicht vollauf zufrieden. © Kevin Kremer

Das Topspiel der Hessenliga brachte eine entscheidende Erkenntnis: Der Weg für die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz in die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Südwest steht sperrangelweit offen: Denn der FC Eddersheim, Konkurrent um den begehrten Platz, kam trotz zweimaliger Führung am Erlenseeer Fliegerhorst nicht über ein 3:3 (2:2)-Remis hinaus.

Und somit haben die Barockstädter nach der gestrigen Hessenpokal-Niederlage gegen den TSV Steinbach Haiger nicht nur Platz zwei in den Hessenliga-Playoffs vor dem punktgleichen FC 06 Erlensee verteidigt, der aber nicht die Regionalliga-Lizenz beantragt hat. Anders der FC Eddersheim, der bei nun nur noch vier verbleibenden Spielen nun satte vier Punkte hinter der SG Barockstadt liegt. Der Eddersheimer Strohhalm: Am letzten Spieltag reist Fulda-Lehnerz an die Staustufe, bis dahin muss der Rückstand auf maximal drei Punkte schmelzen, um ein Endspiel zu erzwingen.

SG Barockstadt nun vier Punkte vorne

„Eddersheim war über das gesamte Spiel betrachtet vielleicht eher am Sieg, aber wir mussten heute auch unter erschwerten Bedingungen antreten“, resümierte FCE-Trainer Jochen Breideband. Der sprach dabei nicht auf das Fehlen des am Oberschenkel gezerrten Spielmachers Jan Lüdke an, sondern sprach von einer seiner Meinung nach diskussionswürdigen Schiedsrichter-Leistung. Er selbst sah schon vor der Pause die Gelbe Karte, gefühlt seine ganze Mannschaft wurde während des Spiels verwarnt. Besonders diskussionswürdig waren zwei Szenen: Traf Ferdinand Scholl zum 2:1 mit der Hand? Und war das Foul vor dem Strafstoß zum 3:3 an Luki Matondo wirklich elfmeterwürdig?

Schlussendlich konnte er aber selbstredend deutlich besser als der Gast mit dem Punkt leben, zumal das 2:2 zur Pause schmeichelhaft war. Erlensee kam schlecht ins Spiel, Eddersheim war klar tonangebend und verpasste mehrfach auf eine Zwei-Tore-Führung zu erhöhen. Anders die Minuten 46 bis 70. Da war Erlensee stark, hatte durch die Hereinnahme von Tobias Meub die Defensive stabilisiert und machte nach vorne Druck. Auch hier war nach Sebasitan Wagners 3:2 für Erlensee ein weiteres Tor und somit die Vorentscheidung möglich.

Neuzugang für den FC Erlensee

Was bekannt wurde, dass die Innenverteidigung des FC Erlensee in der kommenden Saison ein neues Gesicht erhalten wird. Aaron Frey wechselt zur SG Barockstadt, Meub zum Verbandsligisten SC 1960 Hanau, dafür kommt vom Nord-Verbandsligisten SG Bad Soden Innenverteidiger Philipp Blam ans Fliegerhorst. Dass es für Erlensee um nichts mehr geht, merkte man dem Team kaum an – und das unterstrich Breideband: „Wir haben im Winter gesagt, dass wir das sportliche Maximum erreichen wollen. Und dabei bleibt es. Stadtallendorf ist stabil, aber Platz zwei ist möglich, wenngleich wir uns dafür höchstens ein Ei backen könnten.“

Die Statisitik:

FC Erlensee: Westenberger; Hixt (46. Meub), Franek, Frey, Forster – Wörner, Mohn – Wagner, Zimpel (83. Hamann), Damm (89. Niegisch) – Ahouandijnou.
FC Eddersheim: Zeaiter; Schmitt, Finger, Lang, Dechert (54. F. Rottenau)– Scholl (74. N. Rottenau), Hilser (69. Schur), Kummer – Demirbas, Matondo, Krause.
Schiedsrichter: Timo Hager (VfB Ginsheim).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Luki Matondo (7.), 1:1 Dorian Ahouandijnou (19.), 1:2 Ferdinand Scholl (28.), 2:2 Nico Damm (43.), 3:2 Sebastian Wagner (49.), 3:3 Jonas Kummer (79., Foulelfmeter).

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