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„Überwältigt und unglaublich dankbar“

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Von: Tino Weingarten

Türk Gücü Friedberg Spenden Türkei Erdbeben
Nur ein Teil der Helfer, die insgesamt 200 XXL-Kartons mit Kleidung für die Opfer der Erdbeben-Katastrophe in der Türkei füllten. © Facebook / Türk Gücü Friedberg

Das verheerende Erdbeben an der türkisch-syrischen Grenze hat alleine in der Türkei bislang 8500 Menschen das Leben gekostet. Die Anteilnahme und Hilfsbereitschaft ist groß - so auch beim Hessenligisten Türk Gücü Friedberg.

„Das nimmt uns emotional mit. Wenn wir die Bilder sehen, haben wir Tränen in den Augen“, sagt Furkan Kaplan, Pressesprecher von Türk Gücü Friedberg. In Folge der Erdbeben am Montagmorgen (Ortszeit) sind über 11.000 Menschen gestorben, Zehntausende sind verletzt, Häuser eingestürzt. In der Region kämpfen Retter seit Tagen um jedes Leben.

Hilfe nach Erdbeben in der Türkei: Türk Gücü Friedberg sammelt Spenden

Die Hilfsbereitschaft ist seit der Katastrophe groß. Auch Türk Gücü rief nach dem verheerenden Erdbeben über die sozialen Medien dazu auf, vor allem Winterkleidung, Decken und Baby-Utensilien zu spenden. Denn ein drohender Schneesturm und eisige Temperaturen könnte die Situation in den Erdbebengebieten weiter verschärfen. Am Nachmittag setzte der Hessenligist den Beitrag zum Spendenaufruf online, nur wenige Stunden später erreichten den Verein bereits zahlreiche Tüten voller Kleidung.

„Wir sind überwältigt und unglaublich dankbar für die große Unterstützung. Die Spenden haben unsere Erwartungen übertroffen. Wir haben 200 XXL-Umzugskartons gepackt und damit drei Sprinter vollgemacht“, verkündet Kaplan stolz. Viele Helfer packten am Dienstag mit an, um für eine schnelle Hilfe in den Krisengebieten zu sorgen. Die Kleiderspenden wurden zur besseren Orientierung beschriftet und nach Raunheim gebracht, von wo sie in die Türkei geflogen werden sollen.

Die Sammlung in Friedberg ist nun gestoppt, in vielen weiteren Städten werden Spenden aber noch entgegengenommen. Kaplan bittet die Bevölkerung, den Menschen in Not zu helfen: „Wir sind sehr betroffen, denn es geht um das Schicksal von Menschen. Meine Bitte ist, dass alles dafür getan wird, dass es den Überlebenden gut geht.“

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