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Homogene Truppe statt Einzelkämpfer für den Klassenerhalt

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Von: Tobias Konrad

Sergio Sosa Perez und Mirza Kovac SV Neuhof
Sergio Sosa Perez (rechts) möchte mit dem SV Neuhof in der Hessenliga gegen den FC Gießen überraschen. Auf die Unterstützung von Mirza Kovac kann er dabei nicht zählen. © Memento36

Die Hessenliga ist zurück und hält für das Tabellenschlusslicht vom SV Neuhof ein ganz dickes Brett parat.

Mit 1:6 ging der SV Neuhof am letzten Spieltag vor der Winterpause beim FC Gießen unter. Eine nicht konkurrenzfähige Mannschaft sah Neuhofs Trainer Alexander Bär dabei und ging mit seinen Mannen hart ins Gericht. Nun können die Kalikicker am Sonntag (14.30 Uhr) im Heimspiel eine Reaktion zeigen, wenngleich die Konstellation im Team des SVN sich einmal mehr verändert hat. Eine Handvoll Ab- als auch Zugänge – unter anderem Stammkeeper Vladan Grbovic zu Türk Gücü Friedberg. Auch ein Abgang der Kovac-Brüder Mirza und Fahrudin steht im Raum. „Es liegen familiäre wie sportliche Gründe vor. In den kommenden Wochen schauen wir gemeinsam, in welche Richtung es sich entwickelt. Eine Wechselfreigabe haben wir nicht erteilt, da wir in der derzeitigen Situation auf alle Spieler angewiesen sind“, erläutert Bär.

Hessenliga: Personal-Karussell beim SV Neuhof

Parallelen zum 1:6 Anfang Dezember möchte der 51-Jährige bei seinem Team nicht mehr ziehen. Zu verschieden sei das Personal nun. „In der Vorrunde war die individuelle Qualität ausgeprägter. Jedoch standen einzelne Leistungen im Vordergrund und nicht das große Ganze. Nun ist das Kollektiv homogener und vielleicht erreichen wir mit dieser Geschlossenheit mehr. Mein Eindruck jedenfalls vom aktuellen Kader ist besser“, sagt Bär.

Ein Rezept, um den letzten Tabellenplatz zu verlassen, hat der Übungsleiter parat: „Die Kleinigkeiten im Spiel müssen wir in unsere Richtung biegen, uns gegen eines der Über-Teams der Liga wehren und nicht aufgeben. Das war beim letzten Mal der Fall, weshalb Gießen quasi jeden Angriff in ein Tor gemünzt hat.“ Wichtig sei für den SVN-Coach aber auch, stressfrei in das Aufeinandertreffen zu gehen, schließlich wäre jeder Punkt ein nicht einkalkulierter nach einer einmal mehr „schwierigen Vorbereitung, bei der wir viel improvisieren mussten und selbst aus der Generalprobe gegen Hünfeld (1:3) kaum Schlüsse ziehen konnten“.

SV Steinbach freut sich auf „Angstgegner“ TuS Dietkirchen

Weitaus besser als Neuhof rangiert der SV Steinbach in der Hessenliga. Bereits 32 Zähler sackte die Elf von Trainer Petr Paliatka ein und träumt von der besten Saison im hessischen Fußballoberhaus. Mit einem Dreier zum Re-Start beim vermeintlichen „Angstgegner“ TuS Dietkirchen – in den bisherigen zwei Pflichtspielen musste der SVS zwei Niederlagen einstecken – am Samstag um 16 Uhr kann das Punktepolster auf den Fünftletzten des Tableaus auf 14 Punkte ausgebaut werden. „Wir haben zweimal gegen sie verloren und wollen im dritten Spiel zeigen, dass es besser geht. Von einem Angstgegner brauchen wir nicht reden“, sagt SVS-Trainer Petr Paliatka, dem der komplette Kader mit Ausnahme von Pascal Manß und Philipp Prokopenko zur Verfügung steht. Gespielt wird auf dem Kunstrasen am Reckenforst. Ein Vorteil für den spielstarken SVS? „Nicht unbedingt“, sagt Paliatka, dessen Schützlinge deutlich weniger auf dem künstlichen Grün im benachbarten Eiterfeld trainieren konnten als noch im Vorjahr. „Die schwierige Wintervorbereitung ist für uns ja aber nicht unbekannt. In einigen Wochen sind wir auf dem Stand, den wir möchten“, sagt der Trainer.

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