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Witzel hängt Schuhe an den Nagel – und bleibt doch

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Trainer Johannes Helmke (von links) wird nächste Saison von Steffen Witzel und Benjamin Fuß unterstützt. Rechts Fußball-Abteilungsleiter Mario Rohde.
Trainer Johannes Helmke (von links) wird nächste Saison von Steffen Witzel und Benjamin Fuß unterstützt. Rechts Fußball-Abteilungsleiter Mario Rohde. © Verein

Der Hünfelder SV setzt in der kommenden Saison auf den Kommandobrücken der ersten und zweiten Mannschaft weitgehend auf bewährte Kräfte, installiert beim Hessenliga-Team aber zwei neue Co-Trainer.

Eigengewächs Steffen Witzel und Mannschaftsrat Benjamin Fuß werden Johannes Helmkes Co-Trainer und somit in Doppellösung Simon Grosch, den es zurück zu Kreisoberligist SG Schlitzerland zieht, ersetzen.

„Gerade nach dem Entschluss von Simon, wieder selbst in Hauptverantwortung zu treten, war uns eine gleichwertig kompetente Besetzung des Co-Trainer-Postens unwahrscheinlich wichtig. Mit Benni Fuß und Steffen Witzel haben wir das geschafft“, erklärt Rohde. Beide bildeten über weite Strecken der Vorrunde das angestammte Innenverteidiger-Pärchen im Hessenliga-Team. Nun werden sie in anderer Art und Weise Verantwortung übernehmen. Während Fuß weiterhin als Spieler agieren soll, wird Witzel hingegen seine Laufbahn im Sommer beenden und ausschließlich von außen unterstützend tätig sein.

Witzel als Bindeglieder zwischen Mannschaft und Trainer

„Steffen ist ein Gesicht des Vereins. Er ist Hünfelder Junge und hat etwas geschafft, was vielen jungen Spielern fehlt: Er hat mit Fleiß, Ehrgeiz und unbändigem Willen kleine fehlende technische Fertigkeit mindestens ausgeglichen und war zuletzt als Vize-Kapitän ein absoluter Leader. Schade, dass wir ihn als Spieler verlieren. Aber viel schöner ist, dass wir ihn als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam gewinnen konnten“, erklärt Rohde. Der 31-jährige Witzel hatte immer wieder mit schweren Knieverletzungen zu kämpfen, zuletzt fiel er lange wegen eines Kieferbruchs aus. Als selbstständiger Fliesenleger ist für ihn der Zeitpunkt gekommen, die Gesundheit über den sportlichen Ehrgeiz auf dem Feld zu stellen.

Fuß soll hingegen seine langjährige Expertise als dritt- und regionalligaerfahrener Spieler einbringen. „Benni ist seit Sommer bei uns. Mit seiner super professionellen Einstellung zum Spiel ist er auf und neben dem Platz ein echter Gewinn für unseren Verein. Wir sind uns sicher, dass er genau der richtige Mann ist, um Johannes als Trainer zu unterstützen.“

Er ist zwar gebürtiger Steinbacher, aber längst durch und durch HSVler.

Fußball-Abteilungsleiter Mario Rohde über Trainer Johannes Helmke.

Für die Verlängerung mit Helmke selbst sei laut Rohde nur ein kurzes Gespräch vonnöten gewesen. „Wir waren uns schnell eilig, weil Johannes mit Inhalten überzeugt. Zwar ist er gebürtiger Steinbacher, aber längst durch und durch HSVler. Uns ist Identifikation ein hohes, wenn nicht das höchste Gut. Das gilt für Spieler, das gilt für Trainer und das gilt für das ganze Umfeld. Johannes lebt das vor.“

Ebenfalls Fakten geschaffen wurden bei drei weiteren Trainerpositionen: Daniel Freidhof bleibt Torwarttrainer des HSV, während Niclas Rehm als Chef- und Marius Schubert als Co-Trainer das Reserveteam in der Gruppenliga anführen werden. „Nici und Schubi leisten exzellente Arbeit. Es macht Spaß, wie sie das junge Team entwickeln und einer Vielzahl von Spielern eine Perspektive Richtung erste Mannschaft aufzeigen. Das ist wichtig und gut“, sagt Rohde.

Beide Teams kämpfen derzeit gegen den Abstieg: Die erste Mannschaft will das Projekt Hessenliga-Klassenerhalt heute (15 Uhr) zum Beginn der Play-downs im ersten Heimspiel gegen Bad Vilbel erfolgreich starten, während das Gruppenliga-Team erst in zwei Wochen gefordert ist. Alle Verträge gelten ligaunabhängig, wie Rohde erklärt.

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