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Husarenstreich des SVN ein heftiger Schlag in Fuldas Kontor

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Del Angelo Williams und Eintracht Stadtallendorf waren neben dem SV Neuhof der Gewinner des Spieltags. Foto: Stefan Tschersich
Del Angelo Williams und Eintracht Stadtallendorf waren neben dem SV Neuhof der Gewinner des Spieltags. © Stefan Tschersich

Viele Wochen war das Rennen um die Play-off-Plätze vier und fünf eng, am Samstag aber ging alles ganz schnell. Dass Fernwald es schaffen würde, war abzusehen; Neuhofs Husarenstreich hingegen eine faustdicke Überraschung.

Eine, die mit Blick auf die Aufstiegsrunde insbesondere zwei Teams ins Mark trifft: Barockstadt und Erlensee haben gegen Neuhofs Kontrahenten Alzenau je sechs Punkte geholt, gegen den SVN aber nur drei. Konkurrent Stadtallendorf hat hingegen beide Spiele gegen Neuhof gewonnen – dafür gegen Alzenau gepatzt. Und plötzlich ist klar: Nur der Gewinner im abschließenden Topspiel am Samstag zwischen der SG Barockstadt und dem FC Erlensee wird an der Eintracht dranbleiben. „Das ist paradox. Du verlierst und gewinnst zwei Punkte dazu“, sagte Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja, nachdem sein Team das unbedeutende Spiel gegen Hanau verloren hatte.

Noch paradoxer wirkt das Spielsystem ob der Tatsache, dass Barockstadt staffelübergreifend die meisten Punkte holte, aber in der Aufstiegsrunde tatsächlich nur auf Rang sechs liegt. Der SVN holte 20 (!) Punkte weniger und ist nur drei Punkte zurück.

Der sicherlich größte Gewinner dieses Spielsystems ist neben Stadtallendorf der SV Steinbach. Ligaübergreifend hat der SVS mit Abstand am schlechtesten gepunktet – aber er genießt das Alleinstellungsmerkmal, alle Punkte mitnehmen zu dürfen. Und gelingt in Alzenau am Samstag eine Überraschung, die Elf von Petr Paliatka ist im Kampf um den Klassenerhalt mittendrin statt nur dabei.

Bayern Alzenau hingegen muss sich nicht allzu sehr grämen. Die Unterfranken haben gegen die Top fünf nur drei Punkte geholt und nehmen so immens viele Punkte mit in die Abstiegsrunde. Ein großer Verlierer der Abstiegsrunde ist der hochgehandelte Hanauer FC, der mehr als die Hälfte seiner Punkte verliert.

Noch schlechter sieht es – Stand jetzt – für den VfB Ginsheim aus, der tatsächlich nicht einmal ein Viertel der errungen Punkte behalten darf. Für die Elf vom Mainspitzdreieck sieht es düster aus. Allerdings: Im Süden ist im Gegensatz zur Nord-Staffel das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn gleich vier Teams kämpfen noch um den letzten Play-off-Platz. Entsprechend könnten in den virtuellen Auf- und Abstiegstabellen noch zwei Teams aus dem Süden die Plätze tauschen und somit einiges verändern.

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