Hohe Ziele haben Sedat Gören und die SG Barockstadt auch in dieser Saison. Doch dafür müsse das Team wieder ihr Level aus dem Oktober finden. Foto: Charlie Rolff
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Hohe Ziele haben Sedat Gören und die SG Barockstadt auch in dieser Saison. Doch dafür müsse das Team wieder ihr Level aus dem Oktober finden.

Jetzt erst recht?

Die Verärgerung über das Verhalten des Hessischen Fußball-Verbands in der Aufstiegsthematik rund um die SG Barockstadt ist Sedat Gören noch anzumerken. Dennoch geht sein Blick in die Zukunft, die neue Saison steht vor der Tür und seine Spieler sind heute in die Vorbereitung gestartet.

"Zwei Spielzeiten waren für die Tonne", sagt Gören und möchte es dabei belassen. Nun ist er bereits wieder drei Wochen mit den Barockstädtern im Training, wenngleich er auf das volle Pensum verzichtet. Der Spaß steht im Vordergrund. Die lange Pause merkt er seinen Spielern an, sagt, "dass es Gift für jeden Fußballer war. Im Amateurbereich ist zu sehen, wie Corona alles durcheinander gewirbelt hat." Zwischen dem Leistungsstand seiner Truppe aus dem Oktober sowie aktuell liegen laut Gören Welten. "Aber das ist nicht überraschend. Unser Ziel muss in den kommenden Wochen sein, die Mannschaft wieder dorthin zu bringen, wo sie zuvor war. Das wird nicht von heute auf morgen gelingen", weiß der Coach, der morgen seinen 50. Geburtstag begeht.

Von einer Jetzt-erst-recht-Mentalität aufgrund der zurückliegenden Ereignissen spricht Gören zwar nicht, allerdings ist die Richtung klar und deutlich vorgegeben. Die Play-offs sollen es mindestens sein, Platz eins sei ohnehin immer das Ziel der SG Barockstadt. "Wir gehen es forsch an und wollen von Beginn an die richtige Spur finden. Jeder Einzelne innerhalb des Teams hat ein großes Ziel. Eben so wie der Verein", stellt der SGB-Trainer klar. Kampfansagen an die Konkurrenz vermeidet er allerdings, "da wir vorerst auf uns selbst achten und unser Level finden müssen."

Gören teilt die Vorbereitung deshalb in zwei Perioden. Anfangs gelte es, die Spieler wachzubekommen. "Sie müssen wieder auf der Höhe sein und funktionieren. In der zweiten Periode geht es um die Spielidee, um die Liga und um die Gegner", sagt der Deutsch-Türke. Um seine Spieler macht er sich aber nicht die größten Gedanken, da für ihn in den ersten spaßigen Einheiten schon die Lust und der Fokus zu sehen waren. Das spreche für die Mentalität der Mannschaft. Zumal in der Vorbereitung hochkarätige Gegner warten. Gleich gegen drei Regionalligisten testet die Barockstadt. "Wir haben hohe Ziele. Deshalb brauchen wir Gegner auf hohem Niveau. Nur dadurch bekommen wir Fehler aufgezeigt", unterstreicht Gören.

Noch verzichten wird der Trainer auf Neuzugang Marius Grösch. Der Innenverteidiger ist mit dem FC Carl Zeiss Jena noch im Thüringen-Pokal gefordert, bestreitet dort Mittwoch das Endspiel gegen den FC An der Fahner Höhe. Anschließend darf Grösch die Beine bis zum 12. Juli hochlegen. "Ein kleiner Urlaub ist ihm gestattet, zumal er bereits seit vier, fünf Wochen voll im Saft steht. Ich hoffe, er gewinnt zum Abschied den Pokal und kommt dann mit viel Selbstvertrauen zu uns", sagt Gören. Johannes Hofmann, Neuzugang aus Gießen, war derweil zum Auftakt mit dabei. Nach einer langen Regionalligasaison hatte der Mittelfeldakteur nur rund zwei Wochen Pause. In der ersten Juli-Woche darf Hofmann deshalb ebenfalls sich eine Auszeit gönnen. Mit Leon Wittke (SV Steinbach) und Igor Markovic (FK Sloga Doboj) waren die anderen Neuzugänge ebenfalls beim Auftakt dabei.

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