Wie schon bei der SG Barockstadt dreht sich die Welt bei Mittelstürmer Yves Böttler vor allem ums Toreschießen. Nun in Zeilsheim ist er wieder Stammspieler. Foto: Charlie Rolff
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Wie schon bei der SG Barockstadt dreht sich die Welt bei Mittelstürmer Yves Böttler vor allem ums Toreschießen. Nun in Zeilsheim ist er wieder Stammspieler.

Kein Blick auf die Tabelle

Die erhoffte Erfolgsstory wurde die Zusammenarbeit zwischen Mittelstürmer Yves Böttler und der SG Barockstadt nicht. Dafür startet der 29-Jährige nun beim SV Zeilsheim durch und darf mit seinem Start durchaus zufrieden sein.

Denn im Nahe des Frankfurter Flughafen gelegenen Stadtteils spielen die „Grüne“, wie der SV Zeilsheim seit jeher in der Mainmetropole genannt wird, eine gute Saison. Ausreißer nach unten gab es nur zum Saisonstart gegen Eddersheim (3:4) und kürzlich gegen Waldgirmes (1:5), ansonsten war jede Leistung gut, vier Siege nach sieben Saisonspielen sprechen für sich, die Playoffs in der Süd-Gruppe scheinen mehr als realistisch. Böttler unterstreicht das und sagt, „dass Tabellenplatz fünf unser Ziel ist“. Dafür wäre es aber müßig und unnötig ständig auf die Tabelle zu blicken. „Gewinnst du ein Spiel, geht es gleich zwei Plätze hoch. Andersherum ist es ganz genauso. Wir sind wirklich gut beraten, nur von Spiel zu Spiel zu denken“, sagt Böttler.

Und das heißt in diesem Falle: Ginsheim. Heute reist der VfB gen Zeilsheim und will den jüngsten Elan nach dem ersten Saisonsieg mitnehmen. Böttler kann sich noch gut an das Hinspiel erinnern. Zeilsheim siegte klar und deutlich mit 5:1. „Und genau deswegen darf das Hinspiel überhaupt keine Rolle spielen. Ginsheim hat stets eine hohe Fluktuation im Team, verfügt über eine junge Mannschaft, die in dieser Saison ganz einfach etwas gebraucht hat. Wir sind gewarnt“, sagt Böttler, der nach Stationen in Hadamar, Dreieich, Fulda und nun in Zeilsheim als ausgewiesener Hessenliga-Experte gelten darf.

Anders als bei seinen bisherigen Stationen geht es in Zeilsheim beschaulicher zu. „Die Anlage ist natürlich nicht mit Dreieich oder Fulda vergleichbar. Aber sie ist gut und völlig ausreichend. Weil hier alles eine Nummer kleiner ist, ist es dementsprechend familiärer. Das ist gut, weil die Strukturen gut sind“, wie Böttler betont. Zwei Tore hat er bislang beigetragen, spielte dabei stets im Sturm und hat sich den Stammplatz erkämpft, der ihm bei der SG Barockstadt verwehrt blieb – meistens spielte er hinter dem gesetzten Dominik Rummel nur die zweite Geige. Böttler ist es nun egal, ob Trainer Soufian Houness, der erst direkt vor Saisonstart auf Ex-Profi Sascha Amstädter gefolgt war, auf ein 4-4-2 oder 4-3-3 setzt. In beiden System fühlt er sich wohl. Und aktuell weist viel darauf hin, dass es für ihn nach der Winterpause in den Playoffs gegen Fulda geht.

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