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Zum Glück fährt keiner nach Barcelona

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Von: Johannes Götze

Julian Rohde, Kapitän des Hünfelder SV.
Julian Rohde sah gegen den SV Zeilsheim eine bessere Leistung seiner Mannschaft. © Charlie Rolff

Während Eintracht Frankfurt in Barcelona um den Halbfinaleinzug kämpft, spielt der Hünfelder SV heute Abend (20.15 Uhr) gegen Türk Gücü Friedberg um richtig wichtige Punkte in der Hessenliga-Abstiegsrunde. Zu ungewohnter Uhrzeit, nämlich pünktlich nach der Tagesschau, ertönt der Anpfiff auf der Rhönkampfbahn.

„So einen richtigen Hardcore-Eintracht-Fan haben wir nicht in der Mannschaft. Da wollte keiner nach Barcelona“, sagt HSV-Mannschaftskapitän Julian Rohde lachend. Das wäre auch des Guten zu viel, denn die Personaldecke ist weiterhin knapp. Zuletzt saß gar Trainer Johannes Helmke auf der Bank.

„Ich glaube, dass das alles sagt. Aber unser Auftritt zuletzt in Zeilsheim war vielversprechend. Wir wollten den Sieg mehr als der Gegner. Wenn wir so auftreten, können wir in der Abstiegsrunde gegen jede Mannschaft punkten“, sagt Rohde, der selbst noch immer nicht bei 100 Prozent ist. Wadenverletzung, Corona-Infektion. Knieverletzung. Rohde ist ein Sinnbild für die vertrackte Personalsituation.

Friedberg ist bislang die Enttäuschung der Saison. Qualitativ stark besetzt, tritt das Team auf der Stelle und hat zuletzt von den letzten zwölf Spielen nur zwei gewonnen, dieses Jahr noch keins.

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