1. torgranate
  2. Hessenliga

"Konnte nicht meinen Beitrag zum Erfolg leisten"

Erstellt: Aktualisiert:

Für Leon Wittke (rechts) ist das Kapitel SG Barockstadt nach einem halben Jahr wieder beendet. Möglich, dass er bald Mannschaftskollege von Steinbachs Dennis Reichmann ist. Foto: Charlie Rolff
Für Leon Wittke (rechts) ist das Kapitel SG Barockstadt nach einem halben Jahr wieder beendet. Möglich, dass er bald Mannschaftskollege von Steinbachs Dennis Reichmann ist. © Charlie Rolff

Es sollte der Schritt zurück nach vorne sein, doch nach nur einem halben Jahr lässt sich feststellen, dass Leon Wittke und die SG Barockstadt nicht so zusammenpassen wie es sich beide Seiten vorgestellt hatten. Für den 24-Jährigen gilt es fortan, wieder den Spaß am Hobby zu erlangen.

Im Frühjahr 2021 noch war Wittke voller Tatendrang. Seine Rückkehr zur SGB, nach zwei Jahren beim SV Steinbach, wurde öffentlich. Beim SVS biss er sich durch, spielte sich in den Fokus, war mit sieben Toren in zwölf Spielen bester Schütze. In der Barockstadt sollte es der nächste Schritt werden. Vor dem hohen Konkurrenzkampf hat er keine Angst, vielmehr wollte er ihn haben, um zu Höchstleistungen gepusht zu werden. Doch gelingen sollte das nicht – auch aufgrund des fehlenden nötigen Vertrauens, wie er sagt. Auf 425 Einsatzminuten und nur vier Startelfeinsätze brachte es der Linksfuß, über die komplette Spielzeit stand er nur beim 3:0 Heimspielsieg gegen Baunatal und bei drei Einsätzen in der Reserve am Rasen. Und so suchten Verein und Spieler nach einer Lösung, die beide in einer einvernehmlichen Vertragsauflösung fanden, wie der Club auf seinen Social-Media-Kanälen am Samstag mitteilte.

„Manchmal läuft es im Fußball nicht so wie man es sich erhofft. Nach meinem Wechsel hatte ich natürlich ganz andere Ambitionen. Ich konnte nicht den Beitrag zum Erfolg leisten, den ich von mir erwartet habe. Das ist schade, denn eigentlich hat die Chemie mit den Mitspielern gestimmt. So war es ein wenig logisch, dass es nun so gekommen ist“, sagt Wittke. Von jetzt auf gleich sei die Entscheidung gewiss nicht gefallen, der Austausch mit dem Verein habe schon seit längerer Zeit bestanden. Wie sehr den Flügelspieler der Schritt beschäftigt, ist spürbar. Noch vor rund einem Dreivierteljahr hatte er unglaublichen „Bock auf die Aufgabe“. Jetzt aber ist der Spaß aufgrund der geringen Spielzeit ein wenig verflogen. „Und das ist ausschlaggebend. Es ist immer noch Hobby“, lässt Wittke verlauten. Deshalb möchte er sich Lockerheit und Spaß nun wieder zurückholen.

Bei welchem Verein er die Laune wiederfinden möchte, ist noch offen. Die Transferperiode läuft bis zum 31. Januar, Gespräche habe er schon geführt. Eine zeitnahe Entscheidung soll her, in Verbindung gebracht wird er mit seinem Ex-Verein Steinbach und Flieden. Beim SVS blühte der 24-Jährige auf, „und es ist kein Geheimnis, dass ich mich dort sehr wohl gefühlt habe. Da ich weiter auf einem hohen Niveau Fußball spielen möchte, kommen nur gewisse Vereine infrage.“

Auch interessant