Neuhofs Sreten Atanaskovic. Foto: Ralph Kraus
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Neuhofs Sreten Atanaskovic.

Kovac rettet zehn Neuhofern den Punkt

Ein etwas glückliches und dennoch verdientes 2:2 (1:1) brachte der SV Neuhof von der Auswärtsfahrt zum KSV Baunatal mit nach Hause. Glücklich deshalb, weil die Baunataler nach einer Stunde drauf und dran waren das Spiel zu entscheiden. Verdient aber deshalb, weil Neuhof in Unterzahl eine tolle Moral zeigte, mit einem Mann weniger ausglich und danach nur wenige Chancen des KSV zuließ.

"Nach dem frühen Feldverweis direkt nach dem Wechsel muss ich mit dem Punkt zufrieden sein. Was die taktische Ausrichtung angeht und wie die Mannschaft harmoniert hat, damit kann ich gut leben. Unser Matchplan ist letztlich aufgegangen", so Neuhofs Trainer Alexander Bär.

Sein Gegenüber Tobias Nebe bedauerte, "dass wir zu viele Chancen haben liegen lassen. Gerade Mitte der zweiten Halbzeit war das Momentum eigentlich klar auf unserer Seite. Deshalb bin ich auch maßlos enttäuscht. Diesen Sieg hätten wir niemals mehr aus der Hand geben dürfen", so der Baunataler Coach.

Die 200 Zuschauer im Baunataler Parkstadion sahen eine zähe erste halbe Stunde, in der Baunatal oft die Ideen und Neuhof schlicht die Mittel fehlten. Schwung nahm das Spiel mit dem ersten Tor auf. Allerdings half Innenverteidiger Godefroi Nzambi kräftig mit, als er einen langen Ball falsch einschätze. Dadurch war Hüseyin Cakmak durch. Der Ex-Barockstädter ließ Neuhofs Keeper Zapico Lopez keine Chance.

Danach hatte Baunatal gute Möglichkeiten zum 2:0. In dieser Phase hatte Neuhof etwas Glück, doch in der Nachspielzeit nutzte man einen der wenigen Gegenangriffen zum Ausgleich. Schwach, wie Baunatal in der Entstehung verteidigte. Stark dagegen, wie Costa Sabate frei vor Schlussmann Labonte die Nerven behielt.

Halbzeit zwei begann mit dem Feldverweis gegen Benazza, der am Strafraum foul spielte und bereits gelb verwarnt war. Danach machte Baunatal das 2:1 und hatte in dieser Phase eine ganze Reihe an Möglichkeiten, um das Ergebnis nach oben zu schrauben. Das 3:1 schien nur eine Frage der Zeit. Neuhof aber machte mit einem Mann weniger aus dem Nichts den Ausgleich und zog den Baunatalern damit den Zahn. Den Schock des 2:2 verdaute der Gastgeber nie und so spielte Neuhof in Unterzahl ab diesem Moment richtig gut mit.

Die Statistik:

KSV Baunatal: Labonte; Krengel, Blahout, Schneider, Durak, Springer, Borgardt, Schäfer (81. Berninger-Bosshammer), Gül, (67. Boukhoutta), Schmeer, Cakmak (75. Lorenzoni).
SV Neuhof: Zapico Lopez; Benazza, Korn, Nzambi (60. Paez), Atanaskovic, Turan, M. Kovac, A. Kovac, (86. Laketic), Sosa Perez, Diakiese, Costa Sabate (76. F. Kovac).
Schiedsrichter: Manuel Winkler (Landau).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Hüseyin Cakmak (34.), 1:1 David Costa Sabate (45.+3), 2:1 Okan Gül (59.), 2:2 Akif Kovic (68.).
Gelb-Rote Karten: Ilias Benazza (SV Neuhof, 50.) und der bereits ausgewechselte Felix Schäfer (Baunatal, 83.).

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