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KSV tritt nicht in Flieden an

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Nico Hohmann und Buchonia Flieden müssen eine Zwangspause einlegen. Foto: Kevin Kremer
Nico Hohmann und Buchonia Flieden müssen eine Zwangspause einlegen. © Kevin Kremer

Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetreten: Aufgrund der angespannten Corona-Lage beim KSV Baunatal ist das Hessenliga-Spiel bei Buchonia Flieden am heutigen Samstag abgesagt worden.

„Wir hatten am Freitagabend positive Schnelltests bei einem Spieler und einem weiteren Teammitglied, die sich am Samstagmorgen bestätigten“, erklärt der Sportliche Leiter der Baunataler, Matthias Kepper, der ausführt, „dass uns und dem Verband in dieser Situation natürlich nichts anderes als eine Spielabsage übrig geblieben ist“. Laut Statuten müssen fünf Spieler im Vergleich zum bis dato letzten Spiel positiv getestet oder aber ein neuer Fall in den 24 Stunden vor dem Spiel aufgetreten sein, um eine Verlegung zu erwirken. Zweiteres war vor dem Flieden-Spiel der Fall. Insgesamt fehlen dem KSV nun vier Spieler wegen Corona.

Der KSV ist trotz der prekären personellen Lage – acht Spieler fallen zusätzlich aus – gewillt, die beiden verbleibenden Spiele durchzuziehen. Nächste Woche geht es gegen Hünfeld, hinzu kommt das Nachholspiel in Flieden. Am letzten Spieltag ist Baunatal spielfrei. „Aber ob das funktioniert, wird man sehen. Wir werden bis Mittwoch nicht trainieren und weiterhin jeden Tag die Spieler in der Hoffnung testen, dass keine weiteren positiven Fälle hinzukommen. Gleichzeitig werden wir mit Flieden und dem Verband nach Lösungen suchen“, erklärt Kepper. Kommt kein weiterer Fall hinzu, steht den Spielen wohl nichts im Wege.

Kepper weiß, welchen Rattenschwanz es nach sich zöge, wenn die beiden verbleibenden Spiele nicht vor Weihnachten ausgetragen würden. „Dann weiß sicherlich das ein oder andere Team nicht, ob es Play-offs oder Play-downs spielt. Dazu ist es ja auch Fakt, dass wir aktuell unter dem Strich stehen, Drittletzter in der Nord-Gruppe sind.“ Kepper spielt auf das Horrorszenario „Saisonabbruch“ an. Eine Wertungsgrundlage ist in der Hessenliga auch ohne Beendigung der Qualifikationsrunde bereits geschaffen, da mehr als 75 Prozent – im Falle der Hessenliga sogar alle Teams – mindestens die Hälfte der Saisonspiele absolviert haben.

Dass das Spiel abgesagt worden ist, sieht Kepper indes mit gemischten Gefühlen. Einerseits habe er sich klar für eine Fortführung und gegen eine Unterbrechung der Saison ausgesprochen, andererseits müsse in der immer weiter eskalierenden epidemiologische Lage auch eine Art Fürsorgepflicht erfüllt werden. Zwischen Freitagabend und Samstagmorgen führte Keeper zig Telefonate mit Verband, Gegner oder Gesundheitsamt. „Ich muss den Verband loben, wie er mit der Situation umgegangen ist. Aber im Endeffekt fragt man sich schon, ob das, was man da macht, alles richtig ist.“

Für Frank Happ, Zweiter Vorsitzender der Buchonen, war eine Situation wie diese nur eine Frage der Zeit. „Dass die Situation sportlich total unglücklich ist, ist klar“, sagt er, führt aber aus, „dass dafür niemand etwas kann. Uns bleibt nur den betroffenen Menschen gute Besserung zu wünschen.“

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