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KSV und HSV gehen in die Playdowns

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Hünfelds Leon Zöll ist hier zwar einen Schritt vor dem grätschenden Baunataler Jonas Springer, aber insgesamt war der KSV besser. Foto: Siggi Larbig
Hünfelds Leon Zöll ist hier zwar einen Schritt vor dem grätschenden Baunataler Jonas Springer, aber insgesamt war der KSV besser. © Siggi Larbig

Der KSV Baunatal hat sich drei wichtige Punkte für die Abstiegsrunde gesichert – und damit den Hünfelder SV in selbige geschickt. Der KSV gewann gegen den HSV mit 2:1 (1:0). Somit geht es für den KSV am Mittwoch in Flieden noch um wichtige Punkte für die Play-downs, während das Hünfelder Spiel gegen Fernwald am Samstag irrelevant ist.

Problemlos könnte man aus den Fehlenden der beiden Kader eine schlagkräftige Truppe bilden, die taktisch formiert so hätte aussehen können: Kim Sippel im Tor, Steffen Witzel und Felix Schäfer in der Innenverteidigung, Moritz Meuser und Max Wilhelm als Außenverteidiger; Sebastian Alles, Julian Rohde, Manuel Pforr, Maximilian Fröhlich und Alexander Reith im Mittelfeld und als Sturmspitze Mounir Boukhoutta. Diese Elf bringt es zusammen auf mehr als 1000 Oberligaspiele.

Und so improvisierten beide Teams: Beim HSV spielte erstmals Noah Quanz als Innenverteidiger, dazu feierte David Brähler als Sturmspitze sein Startelfdebüt und Lukas Budenz lief erstmals seit dem zweiten Spieltag auf – im zentralen Mittelfeld, der größten Baustelle des HSV aufgrund der vielen Ausfälle. Beim KSV kehrte beispielsweise Jonas Labonte ins Tor zurück, da beide anderen Torhüter Kim Sippel und Max Stellbogen passen mussten.

Schmeer entscheidet Spiel per Traumtor

Schnell stellte sich auf dem Kunstrassen im Schatten des Parkstadions heraus, dass der KSV über mehr Qualität verfügt und gerade im spielerischen Bereich Vorteile besitzt. Nicht mal eine Minute war gespielt, da war KSV-Rechtsaußen Jonas Springer durch, aber verpasste vor dem schon verwaisten Tor den Abschluss. Und schon die Führung nach elf Minuten war verdient. Die noch immer unsortiert wirkenden Hünfelder leisteten sich zu viele Fehler, den von Simon Schilling bestrafte Nicolai Lorenzoni, der aus gut 20 Metern trocken und leicht abgefälscht in den rechten Giebel traf. Nach und nach fing sich der HSV, aber es fehlte im ersten Durchgang komplett an Durchschlagskraft und so war Baunatal dem 2:0 deutlich näher, unter anderem als der grippegeschwächte Mittelstürmer Sebastian Schmeer an HSV-Keeper Benedikt Kaiser scheiterte (44.).

Doch der HSV bewies trotz des Rumpfkaders, dass es mit Moral auch anders geht: In der zweiten Halbzeit waren die Gäste deutlich aktiver, hatten viel und sogar mehr als Baunatal vom Spiel. Doch die Durchschlagskraft im letzten Drittel fehlte weiterhin, weswegen Baunatal im Konterspiel gefährlicher war als Hünfeld. Trotzdem gelang mit dem ersten echten Abschluss der Ausgleich: Andre Vogt traf vom rechten Strafraumeck herrlich ins linke Dreieck (57.). Jetzt war Hünfeld voll da, wollte aber schnell zu viel und schluckte zu schnell das 1:2. Schmeer nahm das Leder volley aus 20 Metern, traf über Kaiser hinweg per Traumtor. Hünfeld versuchte alles, doch außer einer Chance durch Quanz nach einer Ecke, wurde es nicht mehr gefährlich (68.).

Die Statistik:

KSV Baunatal: Labonte; Krengel, Blahout, Schneider, Durak (78. Künzel) – Lorenzoni (63. Cakmak), Borgardt – Springer (87. Gül), Berninger-Bosshammer, Üstün – Schmeer.
Hünfelder SV: Kaiser; Schilling, Fuß, Quanz, Zöll – Dücker, Budenz (82. Witte) – Vogt, Krieger (68. Lovakovic), Sternstein – Brähler.
Schiedsrichter: David Schmidt (Union Niederrad).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Nicolai Lorenzoni (11.), 1:1 Andre Vogt (57.), 2:1 Sebastian Schmeer (62.).

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