1. torgranate
  2. Hessenliga

Mirza Kovac stiehlt Vater und Sohn die Show

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Tino Weingarten

Mirza Kovac SV Neuhof Jubel
Mirza Kovac vom SV Neuhof erzielte vor der Pause einen lupenreinen Hattrick. © Memento36

Vor der Partie lagen die Schlagzeilen bereit, denn erstmals standen Vater und Sohn Paliatka gemeinsam in der Hessenliga in der Startelf. Doch der Mann des Spiels beim 3:2 (3:1)-Erfolg des SV Neuhof war Mirza Kovac.

Die personelle Lage beim SV Steinbach machte es notwendig, dass Petr Paliatka zurück in seine alte Rolle als Spielertrainer wechselte und in der Dreierkette als Innenverteidiger auflief. Die Ausfallliste der Gäste ist beinahe die gesamte erste Elf: Mit Leon Wittke, Alexander Reith, Thore Hütsch, Tom Wiegand, Petr Kvaca, Michael Wiegand und Jannis Kehl fehlten gleich sieben Spieler, die gut und gerne in der ersten Elf stehen könnten. Auf der Bank fanden sich Co-Trainer David Fladung oder Julian Wehner wieder.

Mirza Kovac erzielt lupenreinen Hattrick vor der Halbzeit

„Das ist super schön, dass wir zusammen Hessenliga gespielt haben. Aber dass ich auf dem Feld stand oder Julian Wehner, sagt schon alles“, betonte Trainer Paliatka. Das kompensierte der SVS zunächst gut und ging durch Homan Halimi in Führung, der eine Hacken-Vorlage von Max Stadler verwertete (10.). Doch mit zunehmender Spieldauer der ersten Halbzeit entglitt den Gästen die Kontrolle über das Spiel. Viele Ballverluste im Mittelfeld ermöglichten dem SV Neuhof den schnellen Weg in die Spitze, die Gegentore fing sich Steinbach viel zu einfach.

Die Schlagzeilen, die augenscheinlich erst das Vater-Sohn-Gespann auf dem Feld bestimmen sollte, sicherte sich Mirza Kovac, dem in der ersten Halbzeit ein lupenreiner Hattrick gelang. Die Hausherren fielen besonders durch ihr zielorientiertes Spiel auf, nachdem bei der 0:4-Niederlage gegen Eintracht Stadtallendorf viele Gelegenheiten durch unnötige Dribbling nicht zustande kamen. Diesmal flankten oder spielten David Costa Sabate und Sergio Sosa Perez direkt in den Strafraum, wo Kovac bei allen drei Treffern höchstens Geleitschutz erfuhr. „Wir waren Sonntag keine Mannschaft. Das geht nicht. Heute haben wir das gezeigt und verdient gewonnen“, sagte der Dreifach-Torschütze.

Der SVS stabilisierte sich nach dem Seitenwechsel nicht im wesentlichen, Neuhof kam jedoch zu weniger Abschlussgelegenheiten als noch vor der Pause, als Keeper Philipp Bagus weitaus höheren Schaden verhinderte. Die Gäste machten Druck, kamen jedoch erst in der 85. Minute durch Lukas Hildenbrand zum Anschlusstreffer. Die Schlussoffensive blieb aus - eher hatte Issak Somow die größte Chance der letzten Minuten. „Du kannst Spiele verlieren, die Frage ist wie. Wir haben dumme Tore bekommen, zwei gehen auf meine Kappe, was ärgerlich ist. Aber ich habe die Jungs gelobt, sie haben alles gegeben“, sagte Paliatka.

SV Neuhof: Grbovic; Gärtner (66. Baldeh Baldeh), Williams, Paez, Fabinho - Sosa Perez (90.+3 Djebbari), Pandov - M. Kovac (88. Shani), F. Kovac (77. Mino), A. Kovac (73. Somow) - Costa Sabate.
SV Steinbach: Bagus; Hildenbrand, Bott, Paliatka - Paliatka jr., Aliyev (18. Prokopenko) -Uth, F. Wiegand, Halimi - Göb (73. Wehner), Stadler.
Schiedsrichter: Tim Waldinger (TSV Rauschenberg).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Homan Halimi (10.), 1:1 Mirza Kovac (15.), 2:1 Mirza Kovac (26.), 3:1 Mirza Kovac (36.), 3:2 Lukas Hildenbrand (85.).

Auch interessant