Steinbachs Dominik Hanslik (links) traf zwar zum 1:0 und gewinnt hier den Luftzweikampf mit Fernwalds Julian Bender, doch letztlich gingen die Punkte mit nach Mittelhessen. Foto: Charlie Rolff
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Steinbachs Dominik Hanslik (links) traf zwar zum 1:0 und gewinnt hier den Luftzweikampf mit Fernwalds Julian Bender, doch letztlich gingen die Punkte mit nach Mittelhessen.

Mit Kantersieg auf Play-off-Platz

Der SV Steinbach liegt dem FSV Fernwald. Nach dem 3:1 in der Vorwoche siegten die Mittelhessen auch im Rückspiel. Nach dem 5:1 (3:1)-Auswärtssieg grüßt der FSV nun aus der Play-off-Tabellenregion.

Steinbachs Trainer Petr Paliatka war erneut zum Umbau seiner Startelf gezwungen. Michael Wiegand und Pascal Manß fehlten mit Magen-Darm-Beschwerden, Petr Kvaca hingegen schleppte sich mit Schmerzen zumindest 45 Minuten über den Platz. Und beim Blick auf die Auswechselbank ließ sich feststellen, dass Christian Beikirch einen Kaderplatz ergatterte. Vor zwei Jahren, am 27. Oktober 2019 – ebenfalls gegen Fernwald –, war der Keeper letztmals ein Teil des SVS. Seitdem pausierte er.

Doch Steinbach ließ sich davon nicht beirren. Einen Auftakt mit Knall erlebten die wenigen Zuschauer im Mühlengrund. Dominik Hanslik besorgte unter guter Mithilfe von Fernwalds Keeper Mithat Sahi nach vier Minuten die Führung. Selbstvertrauen sollte es nicht geben, nur sieben Minute später glich Louis Goncales für den FSV aus. Beiden Toren gingen gelungene Spielzüge voraus. Zu wenig Zielwasser hatten beide anschließend im Tank, ehe die Gäste mit einem Doppelschlag vor die Vorentscheidung sorgten. Samuel Sesay nickte wie schon beim Hinspiel eine Ecke ein (35.), ehe Fernwald nur eine Minute später einen groben Schnitzer im Aufbauspiel des SVS bestrafte. Mirko Freese hatte leichtes Spiel und umkurvte Nico Fischer.

Sorgten die Tore vor der Pause noch dafür, dass das Treiben kurzweilig daherkam, ebbte die Ansehnlichkeit mit zunehmender Spieldauer ab. Die Paliatka-Mannen hatten nichts entgegenzusetzen, Sahin im FSV-Tor verlebte einen ruhigen Herbsttag. Selbst sein Pendant Fischer musste kaum eingreifen, zwei Gegentore schluckte Steinbach dennoch. Ceyhin Dinler durfte einen Doppelpack schnüren. Erst traf er per Schienbein (65.), dann vom Elfmeterpunkt (80.). Steinbachs Aushilfskapitän Fabian Wiegand hatte Nicolas Strack gelegt. Die Mannschaft von Daniyel Bulut machte mit dem Dreier einen gehörigen Sprung, von Rang acht ging es drei Plätze nach oben auf Rang fünf und somit auf einen Play-off-Platz.

"Wir sind nie ins Spiel gekommen. Warum, kann ich nicht erklären", sagte Wiegand, der schwere Beine nach der Hanau-Partie bei sich und seinen Nebenleuten feststellen musste: "Zwei Spiele binnen weniger Tage auf dem tiefen Platz kosten Körner. Zudem gehen wir personell am Krückstock. Kommen zwei Spieler hinzu, fallen zwei andere aus. Das geht an keinem Verein einfach so vorbei." Den Sprung in der Tabelle will indes Fernwalds Trainer Bulut nur kurz genießen, "denn Woche für Woche ergibt sich ein anderes Bild. Heute war es mal ein klares Spiel, ansonsten aber ist alles sehr eng. Ich bin stolz auf meine Truppe, denn nach der Klatsche gegen Baunatal am Mittwoch und dem frühen Rückstand war es nicht selbstverständlich, so zurückzukommen. Hut ab. Und sollten wir nicht in die Play-off-Runde kommen, haben wir gegen Steinbach sichere sechs Punkte geholt."

Die Statistik:

SV Steinbach: Fischer; Reichmann, Hildenbrand, Neacsu, F. Wiegand – Stadler, Zvekic, Uth, Hanslik (46. Ludwig) – Kvaca (46. Madzar), Halimi (68. Göb).
FSV Fernwald: Sahin; Bender, Burger, Vural, Sesay, Dinler (81. Göbel) – Mukasa, Goncalves, Freese (77. Schäfer) – Solak (68. Strack), Richter.
Schiedsrichter: Timo Hager (VfB Ginsheim).
Zuschauer: 110.
Tore: 1:0 Dominik Hanslik (4.), 1:1 Louis Goncalves (11.), 1:2 Samuel Sesay (35.), 1:3 Mirko Freese (36.), 1:4, 1:5 Ceyhun Dinler (65., 80., Foulelfmeter).

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