1. torgranate
  2. Hessenliga

Neuhof mischt das Salz in die Derby-Suppe

Erstellt: Aktualisiert:

Moritz Reinhard (rechts) und die SG Barockstadt sehen sich im Heimspiel dem SV Neuhof um Mirza Kovac gegenüber. Foto: Charlie Rolff
Moritz Reinhard (rechts) und die SG Barockstadt sehen sich im Heimspiel dem SV Neuhof um Mirza Kovac gegenüber. © Charlie Rolff

Derbys bieten immer Brisanz. Doch die Partie zwischen der SG Barockstadt und dem SV Neuhof (Samstag, 14 Uhr) hat am vergangenen Wochenende noch einmal Würze bekommen. Eine weitere SGB-Niederlage könnte weitreichende Folgen haben.

Läuft der Spieltag nämlich für den SVN, steht die Mannschaft aus der Kali-Gemeinde plötzlich in den Play-offs und würde, hält sie sich bis Vorrundenende dort, der Barockstadt weitere Punkte im Aufstiegsrennen abknöpfen. "Fulda hat den klaren Druck, aufzusteigen. Sie müssen gewinnen. Deshalb wird in Sachen Körpersprache und Entschlossenheit mehr auf uns zukommen als gegen Erlensee. Die Jungs haben alle Messer geöffnet", sagt Neuhofs Trainer Alexander Bär. Das Tabellenbild der Aufstiegsrunde ändert sich ohnehin wöchentlich. Ein weiteres Anwachsen des Rückstands wird die SG Barockstadt verständlicherweise vermeiden wollen.

Dass der Druck im Derby aber einseitig lastet, lässt Bärs Gegenüber Sedat Gören nicht gelten: "Nur wegen der Niederlage gegen Stadtallendorf ist der Druck nicht größer geworden, den machen wir uns überhaupt selber. Aber Neuhof möchte auch nicht in der Abstiegsrunde spielen, den Druck haben sie also auch." Ohnehin wurmt Gören die Kritik nach dem 0:4 im Spitzenspiel vor einer Woche, zählt auf: "Wir sind seit 31 Wochen saisonübergreifend Erster. Ohne Taktik und Matchplan wäre das nicht möglich. Es ist Wahnsinn, dass wir jetzt so an die Wand genagelt werden."

Im Hinspiel gewann die Barockstadt 2:1 in Neuhof. Mit Dominik Rummel und Patrick Schaaf trafen zwei Spieler, die am Samstag nicht im SGB-Kader stehen werden. Für Bär ist die Partie noch in bester Erinnerung: "In der entscheidenden Situation hat die Qualität das Spiel entschieden. Obwohl einige fehlen, ist deren Kader noch immer stark genug. Aber wir haben uns in vielen Dingen gesteigert, können die knappen Spiele gewinnen." Ähnlich sieht es Gören, der den 2:1-Sieg des SVN gegen Erlensee beobachtete und der Neuhofer Mannschaft ein gutes Spiel attestiert. Der Barockstadt-Trainer muss wieder ohne Kevin Hillmann planen, Tobias Wolf fehlt bekanntlich ebenfalls. Bär dagegen hat seinen kompletten Kader beisammen.

Hirsch besitzt keinen Rechenschieber

Gerechnet wird aktuell viel. Nur nicht im Königreich. "Wir haben ein ganz wichtiges Spiel vor uns. Darauf konzentrieren wir uns und auf keine Rechenbeispiele. Daran verschwenden wir keine Gedanken, es kann so viel passieren", sagt Fliedens Trainer Bardo Hirsch, der mit seiner Mannschaft den KSV Baunatal (Samstag, 14.30 Uhr) zu Gast haben wird. Im Hinspiel zeigten die Buchonen Moral, reagierten mit zwei Toren auf den späten Ausgleichstreffer durch Sebastian Schmeer und fuhren einen 3:1-Sieg im Parkstadion ein.

Hirsch erwartet, dass Baunatal darauf getrimmt sein wird, diese Niederlage wettzumachen. Doch während der KSV seit vier Ligaspielen ohne Erfolg ist, fuhr Flieden deren zwei hintereinander ein - darunter das fulminante 4:3 in Hünfeld. "Die Jungs werden aus dem Spiel in Hünfeld viel Selbstvertrauen mitgenommen haben. Da muss man kein Prophet sein. Wir haben gesehen, was wir erreichen können, wenn wir die Spiele richtig angehen und die Einstellung passt", macht Hirsch deutlich. Der Flieden-Coach wird auf den gleichen Kader wie in Hünfeld bauen können - mit der Ergänzung, dass Marius Kullmann zurückkehrt.

Während der Hünfelder SV an diesem Wochenende spielfrei ist, reist der SV Steinbach zum 1. FC Erlensee (Samstag, 16 Uhr). Ein unbedeutendes Spiel, hat sich Erlensee bereits für die Play-offs qualifiziert, während der SVS sicher in die Play-downs geht.

Auch interessant