Im Vergleich zu dieser Szene aus dem Rückspiel gegen die SG Barockstadt im vergangenen November erlebte Neuhofs Torwart Samuel Zapico Lopez einen ruhigen Abend.
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Im Vergleich zu dieser Szene aus dem Rückspiel gegen die SG Barockstadt im vergangenen November erlebte Neuhofs Torwart Samuel Zapico Lopez einen ruhigen Abend.

Trainer unterschiedlicher Meinung

Neuhof ärgert das nächste Spitzenteam der Hessenliga

Nach dem FC Eddersheim hat der SV Neuhof dem nächsten Tabellenzweiten der Fußball-Hessenliga ein Bein gestellt. Gegen Rot-Weiss Hadamar gab es wie gegen Eddersheim zum Start der Aufstiegsrunde ein torloses Unentschieden.

Nach dem Spiel gab es unterschiedliche Sichtweisen: Alexander Bär, Trainer des SV Neuhof sprach von einer „gefühlten Niederlage“, sein Gegenüber Stefan Kühne widersprach: „Ich weiß nicht, welche Torchance Neuhof hatte, wo ich sage, dass er den machen muss. Sie hatten mehr Spielanteile und haben uns häufig in unserer Hälfte gehalten, aber wir hatten die klareren Chancen.“ Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte, denn beide Seiten hatten bei den wenigen Torraumszenen Gelegenheiten für den einen, dann wohl entscheidenden Treffer.

Hadamar hätte mit einem Erfolg in Neuhof die Tabellenführung gewunken - und entsprechend legte die Mannschaft von Trainer Stefan Kühne mit viel Tempo los. Schon in den ersten Sekunden trieb Jerome Zey, der kurz vor Anpfiff in die Startelf rückte, einen Angriff an. Auch Koch tauchte gefährlich im Strafraum der Neuhofer auf. Nur kamen die Hereingaben nicht bei den Mitspielern an und waren die Bemühungen für lange Zeit das einzige, was Hadamar auf die Beine stellte.

Neuhof ärgert nächstes Spitzenteam in der Hessenliga

Neuhof übernahm die Kontrolle über das Spiel, ohne sich aber die ganz großen Möglichkeiten herauszuspielen. Mirza Kovac hätte allerdings dafür sorgen können, als eine Hereingabe von Jeong-Jin Lee zufällig bei ihm landete, er den Ball aber noch einmal annahm und so vertändelte - was seinen Trainer auf die Palme brachte: „Der Chance trauere ich am meisten nach. Wir haben gesagt, dass wir auf dem Geläuf direkt den Abschluss suchen wollen. Diese Fehler werden immer wieder gemacht.“

Bär reagierte ausschließlich mit offensiven Wechseln, brachte sowohl mit Fahrudin Kovac als auch mit Ensar Imamagic und Dalibor Pandza gelernte Stürmer. „Wir sehen wochenlang, dass wir diese Probleme im Abschluss haben. Im Training, bei Torschussübungen, in Spielen. Da fehlt es vorne und deshalb hatte ich auch drei Stürmer auf der Bank“, erklärte Bär seine Wechsel. Imamagic hatte in der 80. Minute noch die Gelegenheit zum entscheidenden Treffer, doch Hasselbach parierte sehenswert.

Beiden Mannschaften ging auf den letzten Metern Richtung Strafraum die Präzision und Zielstrebigkeit ab - weil auch der Rasen nicht viel Raum für feinen Fußball hergab. So war es der Zufall, der für Hadamars Niklas Kern noch eine große Chance bereithielt, doch der verletzt am Boden liegende Martin Mihaylov verhinderte vor der Linie das späte 0:1 (84.). Zuvor forderten die Gäste einen Strafstoß wegen Handspiels. Neuhof hatte Glück, dass Manuel Ulbrich den nicht gab.

Statistik

SV Neuhof: Zapico Lopez; Benazza (84. Pandza), Ferreira Mino, Mihaylov, Paez - Kulas, Sosa Perez - Lee (62. Imamagic), Fytopoulos (70. F. Kovac), M. Kovac - Costa Sabate.
Rot-Weiss Hadamar: Hasselbach; Schäfer, Paul, Dimter, Teller - Kittel (63. Moldsen), Velemir - Zey, Monteiro-Carvalho - Kern (90. Stahl), Koch.
Schiedsrichter: Marius Ulbrich (SV Phönix Düdelsheim)
Zuschauer: 65.

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