Patrick Hilser von FC Eddersheim im Zweikampf mit Dominik Rummel von SG Barockstadt.
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Der FC Eddersheim (rechts Kapitän Patrick Hilser) befindet sich im Zweikampf mit Dominik Rummel und der SG Barockstadt um den Regionalliga-Aufstieg. Der hängt beim FCE aber an Auflagen.

Infrastruktur nicht regionalligatauglich

Eddersheim eine Saison im fremden Stadion? Ausgeschlossen!

Der FC Eddersheim ist gewillt, in der kommenden Saison Regionalliga zu spielen. Das „gallische Dorf“ – der Hattersheimer Stadtteil zählt etwa 5000 Einwohner – ist neben Eintracht Stadtallendorf und der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz der einzige Hessenligist, der die Regionalliga-Lizenz beantragt hat.

„Wir haben tatsächlich sehr lange in verschiedenen Gremien darüber beraten und schlussendlich unsere Entscheidung nach der Jahreshauptversammlung getroffen, in der der Vorstand Rückendeckung erhalten hat“, erklärt Erich Rodler. Der Sportliche Leiter des FCE ist seit dieser Jahreshauptversammlung auch Vorsitzender des Vereins, weiß aber, „dass der FC Eddersheim nur durch ehrenamtliche Arbeit funktioniert. Das ist keine One-Man-Show und deswegen muss der gesamte Verein hinter so einem Projekt stehen.“

FC Eddersheim zieht Vergleich zum TSV Schott Mainz

Zwecks der Erteilung einer Regionalliga-Lizenz ist Rodler gespannt. Jonas Ochs, Verantwortlicher für den Spielbetrieb der Regionalliga Südwest, hatte gegenüber torgranate.de geäußert, dass die infrastrukturellen Voraussetzungen an der Eddersheimer Staustufe nicht regionalligatauglich seien. Rodler hat eine ähnlich lautende E-Mail erhalten, zieht aber gleichzeitig einen interessanten Vergleich: „Wir haben jetzt schon mehrfach bei Schott Mainz gespielt. Die Bedingungen dort sind garantiert nicht besser als in Eddersheim. Und wir haben in Eddersheim auch schon sogenannte Risikospiele vor mehr als 2000 Zuschauern ausgetragen. Das hat problemlos funktioniert.“

Rodler denkt beispielsweise an ein Hessenpokal-Halbfinale gegen Hessen Kassel. Rodler wartet jetzt auf eine Platzbegehung um Hinweise zu erhalten, was nicht viertligatauglich sei. Was Rodler ausschließt: „Dass wir eine ganze Saison auf einem anderen Platz spielen. Für vereinzelte Spiele könnten wir uns das vorstellen, mehr aber nicht. Aber dafür haben wir noch nicht gesprochen.“ Erster möglicher Ausweichplatz könnte die Heinrich-Graf-Sportanlage in Eschborn sein.

Doch zunächst einmal muss zumindest die SG Barockstadt hinter sich gelassen werden: „Die Voraussetzungen sind nicht unbedingt gleich. Aktuell spricht alles für Barockstadt, weil sie das von der Papierform her leichtere Restprogramm haben.“ Klar ist aber auch: „Wir wollen alles reinwerfen, um ein Endspiel am letzten Spieltag zuhause gegen Barockstadt um den Relegationsplatz zu ermöglichen.“ Sicher ist sich Rodler, dass Stadtallendorf als direkter Aufsteiger über die Ziellinie gehen wird.

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