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Relegationsrevolution in Hessen

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Von: Johannes Götze

Benjamin Fuß (Hünfeld - blau) - Sascha Rumpeltes (Flieden - weiss) - Louis Larbig (Flieden - weiss) - Marc Götze (Flieden - weiss - Nr.14) - Mark Zentgraf (Hünfeld - blau - Nr.19)
Sollten entweder der SV Flieden (in weiß) oder der Hünfelder SV Zweiter der Verbandsliga Nord werden, wartet auf ihn in der Relegation ein neuer Modus. © Charlie Rolff

Dass der Hessische Fußball-Verband in den Verbandsspielklassen teilweise die Aufstiegsspiele mit Relegationsrunden ersetzt, ist bereits bekannt. Doch der Modus kommt einer Revolution gleich.

Bereits vor einigen Monaten entschloss sich der Verbandsspielausschuss zur Rolle rückwärts und beschloss die Wiedereinführung der Relegationsrunde zur Hessenliga. Bis 2013 spielten nach Saisonende regelmäßig die drei Vizemeister der Verbandsligen mit einem Hessenligisten in einer Viererrunde um den letzten freien Platz in Hessens Beletage. Der Modus war einfach: Jeder gegen jeden ohne Hin- und Rückspiele. Alle Teams hatten ein Heim- und ein Auswärtsspiel sowie die erste Partie auf neutralem Platz zu bestreiten. 

Revolution durch zwei Qualifikationsspiele und ein Entscheidungsspiel

2014 gab es hingegen keine Möglichkeit, dass der Verbandsliga-Vize noch aufsteigen kann, was sich 2015 durch die Einführung der Aufstiegsspiele änderte: Nun trafen die drei Vizemeister der Verbandsligen aufeinander. Jedes Team hatte ein Heim- und ein Auswärtsspiel. Auch diese Zeit war endlich. Nach der kürzlich abgelaufenen Saison gab es wie 2014 keine Möglichkeit für den Verbandsliga-Vize noch aufzusteigen. Dies begründete der Verband insbesondere mit den durch die Pandemie deutlich in der Sollstärke gewachsenen Spielklassen und der fehlenden Zeit. 

Viele Ligen mit eigenem Weg bei der Relegation

Jetzt ist die Relegation zurück: Der über den direkten Abstiegsplätzen platzierte Hessenligist misst sich mit den Verbandsliga-Vizemeistern um ein Hessenliga-Ticket. Doch in einem völlig neuen Modus, wie aus dem gerade veröffentlichten amtlichen Spielgeschehen des Verbandes hervorgeht: Zunächst werden unter den vier Teilnehmern zwei Qualifikationsspiele ausgelost, in denen dann in Hin- und Rückspiel zwei „Finalteilnehmer“ gekürt werden, die in einem Entscheidungsspiel auf neutralem Platz um den Verbleib oder Aufstieg in die Hessenliga streiten. 

Mehr Gerechtigkeit, durch Hin- und Rückspiel und hohes Zuschauerinteresse durch ein echtes Finalspiel sind die Gründe für die kleine Revolution, wie der Verbandsspielausschuss um Verbandsfußballwart Thorsten Bastian (Rockenberg) auf Nachfrage die Änderung erklärt. Wer auf wen trifft, soll in den Rückrundenbesprechungen ausgelost werden. 

Diese Reglung betrifft auch die Verbandsligen Nord und Süd, sowie die Gruppenligen Fulda, Gießen-Marburg, Darmstadt und Wiesbaden. In der Verbandsliga Mitte gibt es hingegen eine Dreier-Relegationsrunde, zu den beiden Kassler Gruppenligen eine Aufstiegsrunde mit fünf Teams, in der Gruppenliga Frankfurt Ost gibt es zunächst eine Vorqualifikation mit vier Teams und schließlich eine Dreier-Relegationsrunde, in der Gruppenliga Frankfurt West eine Dreier-Relegationsrunde.

Kreis Fulda setzt auf gewohnte Relegationsrunden

Zu den weiteren Spielklassen der Region Fulda werden hingegen die gewohnten Relegationsrunden gespielt: Zu den drei Kreisoberligen jeweils Dreierrunden mit dem Modus „Jeder-gegen-jeden“ ohne Rückspiel, zu den sechs A-Ligen jeweils Zweierrunden in Hin- und Rückspiel. Auch zwischen B- und C-Liga wird relegiert.

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