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„Sehr kritische Phase“ in „brutaler Hessenliga“

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Von: Tobias Konrad

David Costa Sabate SV Neuhof gegen Lukas Hautzel TuS Dietkirchen
David Costa Sabate (links, mit Dietkirchens Lukas Hautzel) steckt mit dem SV Neuhof in der Hessenliga in einer negativen Spirale. Wie der SVN aus dieser kommt? Trainer Alexander Bär sucht Lösungen. © Memento36

Es ist eine besorgniserregende Phase, in der der SV Neuhof derzeit in der Hessenliga steckt. Abhilfe schaffen nur Ergebnisse, bestenfalls schon am Sonntag (15 Uhr) gegen den FC Bayern Alzenau.

Die Erinnerungen an den FC Bayern Alzenau? „Bestens“, sagt SVN-Trainer Alexander Bär und blickt auf den 4. Dezember 2021 zurück. In einem wahnsinnigen Spiel siegte der SV Neuhof dank eines Treffers von Akif Kovac in der Nachspielzeit mit 2:1 und stellte die Play-offs klar, gleichbedeutend damit war der Klassenerhalt fix. „Wir haben es in den Besprechungen thematisiert. Ich musste das tun, um positive Emotionen zu wecken. Derzeit sind wir leider von negativen umgeben“, führt Bär aus.

Vergleiche in sportlicher Hinsicht lassen sich für ihn nicht mehr in den vergangenen Dezember ziehen. „Es sind personell ganz andere Mannschaften auf dem Platz. Einzig in der tabellarischen Konstellation sind die Vorzeichen ähnlich.“ Damals wie heute geht es um den Klassenerhalt. „Beide Teams haben wichtige Spieler verloren im Sommer und sich anschließend noch nicht gefunden. Das allein zeigt, warum es Alzenau und wir so schwer haben“, meint der Neuhof-Trainer.

Hessenliga: SV Neuhof in „sehr kritischer Phase“

Das Plus, dass Neuhof beim letzten Aufeinandertreffen vorweisen konnte, war laut Bär die mannschaftliche Geschlossenheit und der kämpferische Willen. Diese Werte gehen dem SVN in dieser Spielzeit noch ab. Zuletzt gab es fünf Niederlagen am Stück gegen Gegner, die allesamt in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt sind. Besonders die zwei 0:2-Pleiten gegen Dietkirchen und Weidenhausen wurmen Bär. „Jeder kann sich die Spiele gerne im Video anschauen. Wir haben in 180 Spielminuten insgesamt vier Torschüsse auf unser Tor erhalten und kassieren vier Gegentore. Wir dagegen nutzen unsere nicht, besitzen jeweils gar die Mehrzahl an Chancen. Die Hessenliga ist brutal und gnadenlos.“

In den kommenden Wochen kommen Gegner einer höheren Kategorie auf die Kali-Kicker zu. Ob es dann besser läuft? „Zumindest haben wir gegen vom Papier her bessere Mannschaften immer besser gespielt. Warum das so ist, kann ich nicht erklären“, schildert der 51-Jährige, der die derzeitige Phase beim SV Neuhof sehr kritisch beschreibt: „Als Trainer ist es für mich die schwierigste Zeit. Ich suche nach Lösungen, welche Stellschrauben gedreht werden müssen. Es fühlt sich ein wenig an wie ein Schiff, dass viele Löcher besitzt und dadurch mit Wasser voll läuft. Ich versuche die Löcher zu stopfen, schöpfe stets Wasser aus dem Boot und letztlich reichen die Stopfen nicht für alle Löcher.“ Doch nicht nur Bär sitze in diesem Boot, sondern die gesamte Mannschaft. Fortan komme es darauf an, zu fighten und die Dinge zu erzwingen.

Hessenliga: SV Steinbach mit 204 Kilometern Anreise

Bereits am Samstag (15 Uhr) legt der SV Steinbach die Anreise von 204 Kilometern ins Gorxheimertal zum SV Unter-Flockenbach zurück. Auf dem dortigen Kunstrasen kann der SVS mit spielerischen Ansätzen glänzen und die Serie auf acht Spiele in Folge ohne Niederlage ausweiten. Nach den guten Leistungen trotz schmalen Kader zuletzt gegen Top-Teams ist die Brust bei der Elf von Petr Paliatka breit. Mit einem Dreier kratzt Steinbach an der 30-Punkte-Marke.

Hessenliga: Mehrere Spiele in der Spitzengruppe

Aus der breiten Spitzengruppe treffen gleich mehrere Teams direkt aufeinander. Der TSV Eintracht Stadtallendorf empfängt am Samstag (14 Uhr) den Hanauer FC. Eine Stunde später gastiert die U21 von Eintracht Frankfurt beim FSV Fernwald. Am Sonntag (15 Uhr) messen sich außerdem RW Walldorf und Tabellenführer FC Gießen.

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