Markovic schlägt Markovic: Stadtallendorfs Andrej (links) köpft hier das 1:0 gegen SGB-Ersatzkeeper Igor. Foto: Kevin Kremer
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Markovic schlägt Markovic: Stadtallendorfs Andrej (links) köpft hier das 1:0 gegen SGB-Ersatzkeeper Igor.

Sicaja "ein bisschen enttäuscht von Barockstadt"

Zwei Spiele, zwei Niederlagen, 0:7-Tore. Die Bilanz der SG Barockstadt gegen den TSV Eintracht Stadtallendorf in dieser Saison spricht Bände: In vielen Bereichen ist der letztjährige Regionalligist dem Tabellenführer noch einiges voraus.

Bei einem waren sich fast alle der 617 Zuschauer vor dem Spiel einig. Selbst die kühnsten Stadtallendorfer Optimisten sagten:„So klar wie beim 3:0 im Hinspiel wird es diesmal wohl nicht werden.“ Doch es wurde sogar noch deutlicher, und die Leistungsunterschiede waren noch extremer als beim Spiel in der Johannisau. „Wir waren immer wacher, immer schneller, haben den Gegner permanent unter Druck gesetzt“, lobte Eintracht-Trainer Dragan Sicaja, der schon vor Anpfiff ein gutes Gefühl hatte: „Gegen Erlensee haben wir in der Vorwoche unsere beste Saisonleistung gebracht. Ich wusste: Wenn wir an diese Leistung anknüpfen, bekommt Fulda Probleme.“

Und es waren sogar große Probleme. Stadtallendorf gewann die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld, so dass sich immer wieder gefährliche Standardsituationen ergaben. „Wir kamen überhaupt nicht in unser Spiel. Wenn du Meister werden willst, musst du bissiger sein. Wir waren viel zu brav und naiv“, kritisierte SGB-Trainer Sedat Gören. „Es ist sehr frustrierend. Wir haben uns viel vorgenommen.“

Gören: "Wird keinen Knick geben"

Sogar sein Gegenüber Sicaja war überrascht vom schwachen Auftritt der Gäste: „Ganz ehrlich? Ich bin ein bisschen enttäuscht von Barockstadt. Nach dem 1:0 oder 2:0 hatte ich nicht das Gefühl, dass die Spieler überzeugt waren, das Spiel noch zu drehen. Ich wusste: Wenn es hier noch gefährlich wird, dann spielt der Zufall eine Rolle.“ Mit einer überaus konzentrierten und vor allem körperlich überzeugenden Leistung sorgten die Hausherren aber dafür, dass niemals so etwas wie Spannung aufkam. Sicaja missfiel nur, dass sein Team nach dem 4:0 nicht mehr nach vorne spielte. Das hing aber auch damit zusammen, dass der TSV die letzten Minuten in Unterzahl spielte, da er bereits dreimal gewechselt und Amar Zildzovic sich verletzt hatte.

Doch was bedeutet die klare Niederlage nun für den restlichen Saisonverlauf der Barockstadt? „Das Spiel wird keinen Knick geben. Nachdem wir das Hinspiel 0:3 verloren hatten, hat es auch keinen gegeben“, bleibt Gören Optimist. Immerhin 13 Zähler stehen in der Aufstiegsrunde derzeit auf der Habenseite. Nur in Fernwald wurden ansonsten zwei Punkte liegengelassen, das Topspiel gegen Erlensee steht noch aus. Stadtallendorf hat bei gleicher Anzahl an Spielen einen Punkt weniger.

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