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Sieben Spiele ungeschlagen: SV Steinbach trennt sich 1:1 von RW Walldorf – Bildergalerie

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Von: Tobias Konrad

Thore Hütsch SV Steinbach Fabian Borger RW Walldorf
Thore Hütsch (rechts) hat mit dem SV Steinbach ein 1:1 in der Hessenliga gegen RW Walldorf um Fabian Borger erreicht. © Memento36

Der SV Steinbach hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage einem Spitzenteam der Hessenliga Punkte abgeknüpft. Das Heimspiel gegen RW Walldorf endete 1:1 (1:1), so dass der SVS seit sieben Spielen ungeschlagen ist.

Mit einer Änderung wartete Petr Paliatka im Vergleich zum 4:2 gegen Türk Gücü Friedberg auf. Jannis Kehl konnte verletzt nicht mitwirken, dafür rückte Michael Wiegand in die Startelf des SV Steinbach. Gästetrainer Artur Lemm schickte nach dem 0:2 gegen Hanau 93 gleich vier neue Akteure in die Anfangself von RW Walldorf. Eine Sache blieb beim SVS zum Friedberg-Spiel aber gleich: Die Anfangsphase war erneut richtig gut.

War Walldorf bemüht, dass Spiel zu gestalten, hatte Steinbach die Chancen. Max Stadler hatte nach neun Minuten die Führung am Fuß, den bösen Schnitzer von Mika Kosch bügelte aber RW-Keeper Marcel Czirbus im Eins-gegen-eins aus (9.). Fünf Minuten später machte es Stadler besser, die Führung nach Luca Uths Kopballvorlage war schon zu diesem Zeitpunkt hochverdient. Denn in der Szene zuvor presste der SVS gut, erzwang den Ballverlust, doch Petr Paliatka jr. fand seinen Meister in Czirbus.

Hessenliga: SV Steinbach schenkt RW Walldorf den Ausgleich

Den Hausherren war die Freude am Spiel anzumerken, Paliatja jr. fehlten einige Schuhgrößen bei einer Flanke (25.) und Homan Halimis Kopfball hatte zu wenig Druck (29.). Die Gäste waren offensiv nicht gefährlich, Trainer Lemm fragte seine Mannen gar, ob er „hier jeden einzeln wachrütteln“ müsse. Auch die Spiele zeigten sich untereinander unzufrieden. Doch trotz einer schwächeren letzten Viertelstunde hätte der SVS mit einer Führung in die Pause gehen müssen, denn den Ausgleich schenkte Keeper Philipp Bagus. Ein harmloser hoher Ball flutschte Bagus aus den Händen, Mahdi Mehnatgir bedankte sich artig und traf für RW Walldorf (32.).

SV Steinbach hat nach der Pause das Gros an Chancen

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischte Walldorf. Mehnatgir zwang Bagus mit seinem Kopfballaufsetzer zu einer Glanztat (49.), weitere Torgelegenheiten sollten dem Spitzenteam der Liga aber abgehen. Im Gegensatz zu Steinbach. Stadler fand erst keinen Abschluss, in der Szene danach flankte er allerdings stark auf Paliatkas Kopf, dessen guten Kopfball Czirbus genauso gut über die Latte kratzte (53.). Weiterhin drang Thore Hütsch in den Strafaum ein, wurde vehement gezogen, der Elfmeterpfiff blieb aber aus. Der Mühlengrund war außer sich, ebenfalls bei Leon Wittkes Zweikampf mit Christian Matheisen (78.). Stadler, Uth, Hütsch und Fabian Göb hatten bis zuletzt Abschlüsse, das Zielwasser sollte der Paliatka-Elf aber abgehen.

„In Steinbach zu punkten, ist nicht einfach. Ich verfolge die Entwicklung schon lange und ziehe den Hut davor, was hier geleistet wird“, schilderte Lemm, der ein gerechtes Unentschieden sah: „Für mich waren die strittigen Entscheidungen nicht klar genug. Einen Elfmeter muss man nicht pfeifen. Beim Führungstor für Steinbach lag zudem einen Fehlentscheidung vor, da wir Einwurf erhalten müssen. Unterm Strich steht, dass wir keinen guten Fußball gespielt haben. Seltsam, dass eine Mannschaft, die noch am Mittwoch spielte, frischer war als wir.“

Sein Gegenüber Paliatka zog ebenfalls den Hut, allerdings vor seiner Mannschaft. „Nach den schweren Spielen zuletzt hatte ich meine Bedenken, ob wir das Tempo gehen können. Die Jungs haben es stark gemacht. Normalerweise können wir mit einem Punkt gegen einen solchen Gegner bestens leben, aber ich hatte bis zum Abpfiff das Gefühl, dass ein Sieg möglich ist. Spielen wir so weiter, holen wir die nötigen Punkte.“

SV Steinbach: Bagus; F. Wiegand, M. Wiegand, Neacsu, Hütsch – Kvaca, Uth, Reith – Paliatka jr. (90. Göb), Halimi (60. Wittke), Stadler.
RW Walldorf: Czirbus; Kosch (54. Ludwig), Matheisen (81. Sallan), Thomasberger – Borger (36. Matondo), Huß, Mehnatgir (71. Herdt), Mladenovic, Dogan – Neway, Benazza.
Schiedsrichter: Gahis Safi (TSG 1896 Ober-Wöllstadt).
Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Max Stadler (14), 1:1 Mahdi Mehnatgir (32.).

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