Luca Uth (links) musste links hinten aushelfen und ließ Eiterfelds Robin Sorg nur selten Raum für Offensivaktionen. Foto: Charlie Rolff
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Luca Uth (links) musste links hinten aushelfen und ließ Eiterfelds Robin Sorg nur selten Raum für Offensivaktionen.

Souveräner Sieg, aber drei Verletzte

Hochverdient hat sich der SV Steinbach den Kreispokal gesichert. Im Derby ließ der Hessenligist bei Gruppenligist Eiterfeld/Leimbach die jüngsten Rückschläge vergessen. Der 4:1 (2:0)-Erfolg war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Gerade in der ersten halben Stunde strahlte der SVS viel Dominanz aus und entschied in dieser Phase das Spiel: Vier gute Chancen führten zu zwei Treffern. Erst musste eine Standard herhalten, die Luca Uth scharf vor den Fünfer zog und Innenverteidiger Tom Wiegand für den Torerfolg nur leicht touchieren musste (14.). Max Stadler erhöhte knapp zehn Minuten später, seine Ballverarbeitung, sein kurzer Wackler und sein Abschluss von halblinker Position in den rechten Torwinkel waren der Höhepunkt der Spiels (23.). Später trafen Michael Wiegand mit Übersicht aus zehn Metern (69.) und Pascal Manß nach gelungener Einzelaktion (71.) in einem emotionsarmen Spiel vor stattlicher Kulisse.

Eiterfelds Trainer Ante Markesic war genau deshalb enttäuscht: „Wir können es besser, haben zwei billige Gegentore bekommen und insgesamt zu ängstlich gespielt“, sagte er zum Auftritt in der entscheidenden Phase. Sein Gegenüber und früherer kongenialer Partner im Steinbacher Mittelfeld, Petr Paliatka, war ob des soliden Auftritts milde gestimmt. Ihn freute insbesondere die wiedererlangte Stabilität nach zwei schwachen Tests. Bitter für den SVS: Die ohnehin dezimierte Abwehrreihe musste noch zwei weitere Ausfälle verkraften: Sebastian Körner machten bereits zur Pause muskuläre Probleme zu schaffen, später musste Lukas Hildenbrand nach einem Schlag auf den Fuß verletzt runter. Auch Spielmacher Petr Kvaca spielte nicht durch, verließ humpelnd den Platz.

Auslosung am 5. August

Die beste Phase der Gastgeber war in den Minuten vor und nach der Pause: So war es Neuzugang Isaac Somov, der bei den gefährlichsten Aktionen seine Füße im Spiel hatte. Einen doppelten Doppelpass mit Robin Sorg brachte letztlich Sorg zu zentral auf den Kasten von Nico Fischer, der problemlos hielt (37.). Eine Minute später hätte Somov aus sehr guter Schussposition eigensinniger sein müssen – sein Rückpass verpuffte im Nichts. Der Ehrentreffer in der Schlusssekunde, den Ali Dogru nach Somovs Schussversuch abstaubte, kam freilich viel zu spät.

Für Steinbach startet der Hessenpokal am 25. August in Runde eins, die nach geografischen Gesichtspunkt gespielt wird. Der Hünfelder SV, gesetzt als letztjähriger Achtelfinalist, ist bereits für das Achtelfinale qualifiziert und spielt erst im kommenden Jahr. Gelost wird die erste Runde am 5. August, der Verband wird die Veranstaltung via Livestream übertragen, wie Pokalspielleiter Jörg Wolf mitteilte.

Die Statistik:

SG Eiterfeld/Leimbach: Radulescu – Hilpert, Galbas, Moise, Witzel – Sorg, Faust, Müller-Siebert, Kurz – Leucuta, Somov. (Wolf, Dogru, Pepic).
SV Steinbach: Fischer – Körner, T. Wiegand, Hildenbrand, Uth – M. Wiegand, Zvekic – Manß, Kvaca, Stadler – Halimi. (Reichmann, Hanslik, Kücükler)
Schiedsrichter: Marcel Lindemann (SC Soisdorf).
Zuschauer: 350.
Tore: 0:1 Tom Wiegand (14.), 0:2 Max Stadler (23.), 0:3 Michael Wiegand (69.), 0:4 Pascal Manß (71.), 1:4 Ali Dogru (90.+3).

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