Kevin Bartheld und Eintracht Stadtallendorf machten den vorletzten Schritt Richtung Meisterschaft. Foto: Stefan Tschersich
+
Kevin Bartheld und Eintracht Stadtallendorf machten den vorletzten Schritt Richtung Meisterschaft.

3:0 gegen Dietkirchen

Stadtallendorf hält dem Druck stand: Nur noch ein Sieg fehlt

Der TSV Eintracht Stadtallendorf ist nur noch einen Sieg von der direkten Rückkehr in die Regionalliga Südwest entfernt. Am Samstag tat sich das Team von Trainer Dragan Sicaja im drittletzten Spiel der Hessenliga-Aufstiegsrunde gegen das sieglose Schlusslicht TuS Dietkirchen aber trotz eines dominant geführten Spiels extrem schwer. Erst in der Schlussphase konnten die Gastgeber den standesgemäßen 3:0 (1:0)-Sieg unter Dach und Fach bringen.

Erst in der 31. Minute gelang Stadtallendorf auf dem Kunstrasen nach einem Freistoß von Timo Cecen durch den aufgerückten Innenverteidiger Malcolm Philipps die Führung. Davor und danach betrieben die Hausherren vor 380 Zuschauern gegen diszipliniert verteidigende Gäste einen wahren Chancenwucher. So scheiterte Perry Ofori mit einer Direktabnahme an TuS-Torhüter Raphael Laux, den Nachschuss setzte Christopher Schadeberg an den Pfosten. Die Eintracht war spielbestimmend, während sich die Gäste auf Konter verlagerten und meist einen Fuß im Abwehrverbund dazwischen hatten. Nach dem 1:0 hätte Stadtallendorf bis zur Pause erhöhen können, aber Del Angelo Williams traf den Pfosten und Maximilian Wiessner setzte den Ball auf die Latte. „Wir haben den Druck gespürt, da wir von Fuldas 6:0-Sieg erfahren haben. Nach diesem Spiel in Hadamar, wo wir nicht so gut ausgesehen haben, gab es logischerweise eine unruhige Woche. Trotzdem haben wir in der ersten Halbzeit einen super Fußball gespielt, da waren wir zwei Klassen besser. Im Fußball geht es aber nur um Tore. Wenn du 1:0 führst, musst du nachlegen“, schilderte hinterher Trainer Dragan Sicaja.

Der Coach verwies auf „negative Erfahrungen“ gegen die Gäste aus dem Limburger Stadtteil. Im Hinspiel gab es ein 2:2 und vor dem letzten Regionalliga-Aufstieg hatte es am Reckenforst ebenfalls ein 2:2 und daheim einen knappen 3:2-Sieg gegeben. „Von daher ging es heute nur darum zu gewinnen“, erläuterte Sicaja. Nach dem Seitenwechsel ging das Festival der vergebenen Chancen zunächst weiter. Dietkirchen wurde aber etwas aktiver und kam mit Sturmtank Steffen Moritz in Tornähe. Immer wieder musste sich Laux im Tor der Gäste auszeichnen, um sein Team im Spiel zu halten.

„Da kann Fulda machen was es will“

Gegen Damijan Heuser und den Kopfball von Williams parierte der Keeper klasse. Selbst nach der Gelb-Roten Karte gegen Robin Böcher agierte Stadtallendorf fahrig vor dem Tor. Weiterhin wurde eine Vielzahl an Chancen verballert. Bis es nach einem Rückpass indirekten Freistoß für die Gastgeber gab. Timo Cecen legte überlegt quer auf Ofori, der mit dem 2:0 den Bann brach (78.). Mit dem nächsten Angriff machte der eingewechselte Rolf Sattorov auf Zuspiel von Leon Lindenthal (80.) den Deckel drauf. „Souveräner kann man nicht gewinnen. Wir haben dem Gegner keine Chance zugelassen, nur die Chancenverwertung war das einzige Manko. Jetzt sind wir in einer guten Situation: Wir brauchen noch einen Sieg, da kann Fulda machen was es will“, ist Sicaja sehr zuversichtlich. Auf Seiten der Gäste befand der scheidende langjährige Trainer Thorsten Wörsdörfer: „Wir haben uns sehr gut präsentiert. Wir haben hier wie letztes Jahr eine sehr mysteriöse Gelb-Rote Karte bekommen. Der Sieg der Gastgeber ist verdient, wir waren nach vorne nicht durchschlagskräftig genug. Ich hoffe der Lehrwart hat sich den Platzverweis genau angeschaut.“

Viele junge Leute aus der in der Kreisoberliga spielenden Reserve habe er eingebaut. Von daher sei das unerwartete Reinrutschen in diese Aufstiegsrunde im Dezember Gold wert gewesen. „So wäre es jetzt in der heiklen Abstiegsrunde eng geworden“, vermutete der Ex-Profi. „Was die Jungs für ihre Verhältnisse da erreicht haben, war phänomenal.“ Sein spielender Nachfolger Steffen Moritz werde im Hinblick auf die neue Spielzeit frischen Wind reinbringen. Dietkirchen ist in den Playoffs sieglos abgeschlagener Tabellenletzter und erwartet kommenden Sonntag die Barockstadt, wo es im Hinspiel eine böse 0:9-Schlappe gab.

Statistik

TSV Eintracht Stadtallendorf: Sahin; Geisler (84. Seck), Phillips, Ofori, Schadeberg - Bartheld, Zildzovic, Cecen, Wiessner (66. Lindenthal) - Williams (73. Sattorov), Häuser.
TuS Dietkirchen: Laux; Nickmann, Böcher, Bergs, Hautzel - Kratz (84. Gross), Schmitz (73. Zuckrigl) - Lengwenus, Leukel, Dankof - Moritz (62. Müller).
Schiedsrichter: Daniel Heist (TSV Hertingshausen).
Zuschauer: 380.
Tore: 1:0 Malcolm Phillips (31.), 2:0 Perry Ofori (78.), 3:0 Rolf Sattorov (80.).
Gelb-Rote Karte: Robin Böcher (Dietkirchen, 65.).

Das könnte Sie auch interessieren