Das schmerzt: Sebastian Schmeer flog im Hessenliga-Spiel gegen den SV Zeilsheim vom Platz und fehlt dem KSV am Sonntag in Bad Vilbel.
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Das schmerzt: Sebastian Schmeer flog gegen den SV Zeilsheim vom Platz und fehlt dem KSV am Sonntag in Bad Vilbel.

Balser hat Fragen an den Schiedsrichter

Schmeer fliegt, doch Cakmak trifft in der achten Minute der Nachspielzeit

Was für ein Finish: In der achten Minute der Nachspielzeit hat der KSV Baunatal dem SV Zeilsheim noch den ersten Dreier in der Hessenliga-Abstiegsrunde zunichte gemacht – und das in Unterzahl.

„Ich weiß gar nicht, warum der Schiedsrichter so lange nachspielen lässt? Na klar haben wir mit der 1:0-Führung im Rücken auch mal langsamer gemacht, aber dann acht Minuten draufzupacken, war meiner Meinung nach des Guten zu viel“, sagte Tom Balser direkt nach Spielende, dem die Enttäuschung anzumerken war. Sein Team hatte lange im Parkstadion geführt: Deniz Penkgüzelyigit traf aus dem Gewühl heraus, nachdem Baunatals Defensive nach Yassines Maingads Lattenkracher nicht ausreichend klären konnte (44.).

Und weil Baunatal diesmal wenig einfiel, der SVZ in einem chancenarmen Spiel aber nicht den Sack zumachte, wurde es in der Schlussphase heiß – und letztlich extrem bitter für die Gäste, denn Schiedsrichter Patrick Haustein zeigte zunächst sechs Minuten Nachspielzeit an und pfiff in letzter Sekunde Handelfmeter. „Ich weiß gar nicht, wer Hand gespielt hat, aber ein Elfmeter war‘s“, sagte Balser fair und musste mit anschauen, wie Hüseyin Cakmak vom Punkt eiskalt blieb. Haustein pfiff gar nicht mehr an, und versaute den Zeilsheimern den Ausflug ins Parkstadion.

Gegentor in letzter Sekunde: Tom Balser ärgert sich über lange Nachspielzeit

Um 16 Uhr war er Trupp in Zeilsheim losgefahren, um pünktlich um 20 Uhr auf dem Platz zu stehen. Die Heimfahrt hätte um ein Haar feuchtfröhlich werden können. „Trotzdem nehmen wir einige positive Dinge mit. Es nutzt ja nichts“, sagte Balser, dessen Team weiterhin auf den ersten Dreier in den Play-downs wartet. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Sonntag auf heimischem Kunstrasen gegen den Hünfelder SV.

Der KSV Baunatal reitet hingegen weiterhin die Erfolgswelle: Acht (!) Ligaspiele ist der ehemalige Zweitligist nun ungeschlagen, hat sich somit neun Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz erkämpft. Einen kleinen Beigeschmack hat die späte Gelb-Rote Karte gegen Sebastian Schmeer: der Torjäger wird den Baunatalern somit am Sonntag in Bad Vilbel fehlen.

Statistik

KSV Baunatal: Labonte; Künzel, Gül, Schneider, Üstün, Schmeer, Schäfer, Cakmak, Blahout, Lorenzoni, Durak.
SV Zeilsheim: Galic; Pitas, Hofmeier, Böttler, Gürsoy, Hagley, Fujiwara, Kalata, Gschwender, Maingad, Pekgüzelyigit.
Schiedsrichter: Patrick Haustein (FC Großen-Buseck).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Deniz Penkgüzelyigit (44.), 1:1 Hüseyin Cakmak (90.+8, Handelfmeter).
Gelb-Rote Karte: Sebastian Schmeer (89., Baunatal).

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