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Die Entwicklung beim SV Neuhof stockt noch

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Von: Tino Weingarten

Petr Paliatka (links) brachte den SV Steinbach bei RW Hadamar früh auf die Siegerstraße.
Akif Kovac (links, im Zweikampf mit dem Steinbacher Petr Paliatka jr.) ist in dieser Woche der einzig verbliebene Kovac im Kader des SV Neuhof. © Memento36

Die 0:4-Niederlage vor zwei Wochen gegen Eintracht Stadtallendorf ließ Alexander Bär, Trainer des SV Neuhof, etwas ratlos zurück. In den folgenden Spielen erkannte der 51-Jährige aber eine Veränderung bei seiner Mannschaft.

Nun ist eine Niederlage gegen den aktuellen Tabellenzweiten der Hessenliga nichts, für das Vieles infrage gestellt werden müsste. Alexander Bär tat es trotzdem. Aus gutem Grund, denn in Unterzahl und durch den 0:2-Rückstand mit dem Rücken zur Wand stehend schien sich der SVN dem Gegner zu ergeben. „Ich habe eine Aufgabe der Spieler gesehen. Sie haben nicht mehr an sich geglaubt. Da hätte ich mir mehr Gegenwehr gewünscht, das gibt mir zu Bedenken“, sagte der SVN-Trainer nach dem Spiel gegen Stadtallendorf.

SV Neuhof durch fehlende Spieler in Entwicklung ausgebremst

Wenige Tage später, Neuhof gewann 3:2 gegen den SV Steinbach, sprach Dreifachtorschütze Mirza Kovac von einer Aussprache innerhalb der Mannschaft: „Die Niederlage gegen Stadtallendorf war einfach zu erklären, weil wir nicht zusammengespielt haben. Wir haben uns zusammengesetzt und gesagt, dass wir wie eine Mannschaft spielen müssen.“ Bär erkannte ebenso positive Reaktionen darauf: „Das Gespräch hat geholfen und die letzten Spiele stimmen mich zuversichtlich. Ob ein Umdenken stattgefunden hat, wird die Zeit zeigen.“

Eine Entwicklung in der Mannschaft sei zu erkennen, betont Bär. Die individuelle Qualität zu einer Einheit formen - nachdem einige Stammspieler Neuhof verließen - ist die größte Aufgabe, die der Trainer des SVN zu bewältigen hatte. Doch abgeschlossen ist diese noch lange nicht. „Wir haben dazugelernt und eine Entwicklung ist zu sehen. Aber wir bekommen immer wieder Knüppel zwischen die Beine geschmissen. Es fehlen uns immer zwei, drei Säulen, ich hatte zu keinem Zeitpunkt den ganzen Kader zur Verfügung. Das wirft uns zurück und stimmt einen traurig“, sagt Bär.

Zumal auch das Heimspiel gegen den SC Waldgirmes (Sonntag, 15 Uhr) ohne einige wichtige Spieler stattfinden muss. Carlo Yanez fehlt rotgesperrt, Innenverteidiger Martin Mihaylov ist verletzt und Fahrudin sowie Mirza Kovac sind in Bosnien. Letztgenannter ist mit fünf Treffern Neuhofs bester Torschütze. Entsprechend spricht Bär von einem Kraftakt über 90 Minuten, möchte das Wort Abstiegskampf im Duell 17. gegen 14. aber nicht in den Mund nehmen: „Tugenden, die im Abstiegskampf elementar sind, sind Grundelemente für Hessenliga-Fußball. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich aber nicht von einem Abstiegskampf sprechen.“

FC Gießen hieß im letzten Duell noch Watzenborn-Steinberg

Von Abstiegskampf ist im Duell des SV Steinbach mit dem FC Gießen (Sonntag, 15 Uhr) ebenfalls nicht die Rede, der Siebte empfängt den Sechsten. Mit dem FCG selber hatte Steinbach noch keine Berührungspunkte, nur mit Vorgängerverein Teutonia Watzenborn-Steinberg. Das letzte Heimspiel fand allerdings nicht im Mühlengrund statt, sondern in Lehnerz und ging 1:5 verloren. Nach enormen Personalproblemen hofft Trainer Petr Paliatka, gegen den Regionalliga-Absteiger wieder annähernd Bestbesetzung aufbieten zu können.

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