1. torgranate
  2. Hessenliga

"Türchen aufmachen und schauen was dahinter ist"

Erstellt: Aktualisiert:

Sehen sich Walldorfs Ahmet Dogan (links) und Barockstadts Dominik Rummel im Frühjahr wieder? Dafür müssen sich die Rot-Weissen gegen Dreieich behaupten. Foto: Charlie Rolff
Sehen sich Walldorfs Ahmet Dogan (links) und Barockstadts Dominik Rummel im Frühjahr wieder? Dafür müssen sich die Rot-Weissen gegen Dreieich behaupten. © Charlie Rolff

Walldorf, Zeilsheim, Griesheim, Dietkirchen. Ein Platz, vier Mannschaften. Das Rennen um den begehrten fünften Rang in der Hessenliga Süd spitzt sich am letzten Spieltag der Vorrunde zu. Die Partien steigen zeitgleich am Samstag (15.30 Uhr).

Die beste Ausgangslage als Tabellenfünfter hat Rot-Weiss Walldorf und doch muss das Team von Interimstrainer und Sportlicher Leiter Artur Lemm wohl am meisten um die Play-off-Teilnahme zittern. Denn Gegner Hessen Dreieich hat die letzten fünf Spiele gewonnen und wird mit Blick auf die Aufstiegsrunde auch das sechste Spiel in Serie gewinnen müssen. "Wir spielen gegen das aktuell stärkste Team der Liga. Da kann jeder die Wahrscheinlichkeit ausrechnen", sagt Lemm. Zumal Dreieich lieber Griesheim oder Dietkirchen in den Play-offs sehen würde, gegen die es sechs Punkte einfuhr.

Gewinnen, das betont Lemm, könne sein Team gegen den Tabellenzweiten nur, wenn es sportlich und mental an seine Leistungsgrenze gehe. "Natürlich ist man nach so einem Sieg gegen Friedberg fröhlich, man darf aber nicht schludrig werden. Die Art und Weise, wie wir am Samstag auftreten wollen, müssen wir uns im Training davor holen", macht Lemm deutlich und erwartet einen klaren Fokus seiner Spieler. Sicher ist, dass eine Niederlage keinesfalls für die Play-offs reichen wird, da Dietkirchen und Zeilsheim gegeneinander spielen und jeweils den direkten Vergleich gegen Walldorf gewonnen haben. Doch eine Rechnerei ist bei dieser Konstellation ohnehin kaum möglich.

Dietkirchen macht's wie beim Adventskalender

Vieles muss am Samstag passen, damit Dietkirchen am Ende in die Aufstiegsrunde einzieht. Eine Niederlage von Walldorf und höchstens einen Punkt für Griesheim sowie ein eigener Sieg gegen den SV Zeilsheim. "Das Gute ist, dass wir einen gewissen Einfluss haben. Wenn wir unsere Dinge tun, kommt der Rest von alleine. Das ist so wie häufig in dieser Zeit: Das Türchen aufmachen und schauen was dahinter ist", sagt Dietkirchens Trainer Thorsten Wörsdörfer. Es sei ein riesiges Glücksgefühl, denn dass seine Mannschaft noch einmal im Rennen um die Aufstiegsrunde dabei sein würde, hätte vor einigen Wochen kaum jemand für realistisch gehalten.

Anders die Lage beim Gegner aus Zeilsheim, der wiederum vor einigen Wochen schon relativ sicher Richtung Play-offs unterwegs war. Vier Niederlagen am Stück lassen den SVZ nun aber zittern. Ein Remis könnte Zeilsheim unter Umständen reichen, muss dann aber hoffen, dass Walldorf verliert und Griesheim nicht gewinnt. Wörsdörfer dagegen denkt nicht, dass in den Spielen viel taktiert wird: "Jeder kann froh sein, dass die Konstellation so ist, dass jeder gewinnen muss. Das wird sicher ein offenes Spiel werden."

Ein Sieg soll es für Dietkirchen auf jeden Fall sein, selbst, wenn der nicht für die Aufstiegsrunde reichen würde. "In den letzten Wochen haben wir genügend Punkte für die Abstiegsrunde gesammelt. Trotzdem wird das ein heißer Ritt bis zum Sommer und ein spannender Abstiegskampf. Auf die Spannung würden wir aber auch gerne verzichten", betont der TuS-Trainer. Viertes Team im Bunde ist Viktoria Griesheim, das mit Tabellenschlusslicht Ginsheim die vermeintlich einfachste Aufgabe vor der Brust hat.

Auch interessant