Marius Grösch (rechts) und die SG Barockstadt reisen zum FC Bayern Alzenau um Spielertrainer Peter Sprung. Das Hinspiel war eine ganz klare Angelegenheit. Foto: Charlie Rolff
+
Marius Grösch (rechts) und die SG Barockstadt reisen zum FC Bayern Alzenau um Spielertrainer Peter Sprung. Das Hinspiel war eine ganz klare Angelegenheit.

„Wäre nach 1:7-Klatsche extrem motiviert“

Das Hinspiel dürfte allen Zuschauern, die zu Gast im Stadion waren, noch bestens in Erinnerung sein. Mit 7:1 deklassierte die SG Barockstadt Absteiger Bayern Alzenau, heute Abend (18 Uhr) steht in der Hessenliga das Rückspiel an.

Es war das erste fette Ausrufezeichen der noch jungen Saison, als die SGB den letztjährigen Regionalligisten am dritten Spieltag aus der Johannisau schoss. Zwischen der 30. und 45. Minute schraubte Barockstadt das Ergebnis von 0:0 auf 4:1, nach der Pause sorgten Dreierpacker Dominik Rummel und Co. für ein 7:1.

„Es würde mich überraschen, wenn Alzenau nicht auf eine Reaktion aus wäre. Wenn ich eine 1:7-Klatsche kassieren würde, wäre ich im Rückspiel extrem motiviert“, rechnet Barockstadts Offensivmann Moritz Reinhard mit wütenden Bayern. Doch genauso heiß dürfte der Tabellenführer sein. Zum einen, um – wie Reinhard sagt – zu bestätigen, dass das Hinspiel-Ergebnis nicht von ungefähr kommt. Und außerdem wären da noch die Aussagen von Murat Özbahar aus dem Alzenauer Trainerduo, die beim ein oder anderen Barockstädter sicher nicht unbemerkt geblieben sind. Nach der klaren Niederlage überraschte Özbahar mit den Worten: „Ich habe von Barockstadt ein bisschen mehr erwartet. Gerade, was den Spielaufbau anbelangt.“

Zuletzt ließ die spielerische Qualität der SGB in der Tat zu wünschen übrig. Zwar passt weiterhin die Bilanz – alle Saisonspiele hat die Mannschaft von Sedat Gören gewonnen –, doch die jüngsten Leistungen in Neuhof (2:1), gegen Steinbach (4:1) oder im Kreispokal in Hofbieber (2:1) ließen stellenweise zu wünschen übrig. „Wir wissen, dass die vergangenen Spiele nicht gut von uns waren. Wir sind da alle ein Stück weit unzufrieden. Spielerisch wollen wir uns wieder verbessern und wieder mal zu null spielen“, gibt Reinhard die Marschroute vor.

Holebas fehlt gesperrt

Alzenau dürfte den Barockstädtern dabei mehr liegen als die meisten, vornehmend defensiv eingestellten Kontrahenten. Auch der Kunstrasen, wo aufgrund des fehlenden Flutlichtes in der Main-Echo Arena gespielt werden muss, könnte dem Meisterfavoriten entgegenkommen. Und da Alzenau zuzutrauen ist, die Aufstiegsrunde trotz schwachem Saisonstart noch zu erreichen, dürfte die Partie als Sechs-Punkte-Spiel zu verstehen sein. „Bei uns ist das aber eigentlich kein Thema. Wahrscheinlich kann man aufgrund des Systems bis zum letzten Spieltag nicht wissen, welche Punkte man mitnehmen wird. Deshalb ist es unser Ziel, alles zu gewinnen, um auf der sicheren Seite zu sein“, unterstreicht Reinhard.

Personell könnte Fulda unverändert auflaufen, die Mittelfeldspieler Leon Pomnitz und Johannes Hofmann fehlen weiter verletzt. Bei Alzenau sind Kapitän Marcel Wilke, Luca Bergmann und der prominente Neuzugang Jose Holebas gesperrt. Der 38-fache griechische Nationalspieler, der schon in der Premier League und Champions League spielte, ist gebürtiger Aschaffenburger und soll beim FCB seine ersten Schritte als Trainer gehen.

Das könnte Sie auch interessieren