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Walldorf hält die Trümpfe, hat aber den größten Brocken

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RW Walldorf um Christian Matheisen hat alles in der eigenen Hand. Ein Sieg gegen Dreieich und die Play-offs sind fix. Doch die Konkurrenten lauern auf einen Ausrutscher. Foto: Charlie Rolff
RW Walldorf um Christian Matheisen hat alles in der eigenen Hand. Ein Sieg gegen Dreieich und die Play-offs sind fix. Doch die Konkurrenten lauern auf einen Ausrutscher. © Charlie Rolff

Das wird ein hochbrisanter letzter Spieltag in der Qualifikationsrunde der Süd-Staffel in Hessens Beletage. Gleich vier Teams halten noch Aktien im Kampf um Platz fünf und könnten so vorzeitig den Klassenerhalt sichern. Entscheidend sind bei Punktgleichheit die direkten Vergleiche. Sind drei Teams punktgleich, werden Dreiertabellen errechnet. In den nachfolgenden Ausführungen wurden die direkten Vergleiche in die Überlegungen bereits eingerechnet.

Rot-Weiss Walldorf (27 Punkte):

Unter Interimstrainer Artur Lemm gelangen in den bislang vier Spielen seiner Amtszeit immerhin sieben Punkte, die nun ermöglicht haben, dass die Walldorfer als Fünfter und somit mit der besten Ausgangslage in den letzten Spieltag gehen. Doch gleichermaßen haben sie die schwerste Aufgabe erwischt, denn Gegner Hessen Dreieich hat zu seiner Form gefunden, zuletzt fünf Siege in Folge gefeiert – in teils souveräner Manier. Walldorf reicht ein Derbysieg, dann ist alles klar. Eine Niederlage kann in keinem Fall genügen, ein Unentschieden nur dann, wenn parallel Zeilsheim und Griesheim nicht gewinnen.

SV Zeilsheim (26 Punkte):

So ein bisschen haftet den Zeilsheimern der Ruf des großen Nachbarn an, denn in diesem Jahr präsentiert sich das Team wie die "Diva vom Main". In den Ergebnissen kaum ausrechenbar, sah es lange so aus, als würde der Einzug in die Play-offs gelingen. Nun aber setzte es vier Niederlagen in Serie und der Fall auf Rang sechs. Aber noch ist nicht aller Tage Abend: Ein Sieg reicht den Zeilsheimern, wenn Walldorf verliert. Ein Remis, sollte Walldorf verlieren und Griesheim nicht gewinnen. Doch Vorsicht: Die eigenen Hausaufgaben gegen Dietkirchen sind schwierig genug.

Viktoria Griesheim (26 Punkte):

Die Südhessen hatten zuletzt Zeit zum Wundenlecken – und um über eine völlig verrückte Qualifikationsrunde nachzudenken: Der Saisonstart mit vier Punkten aus fünf Spielen war verkorkst, dann fing sich das Team und mischte die Liga auf. Doch in der heißen Phase ging Griesheim die Luft aus, es setzte zuletzt drei Niederlagen. Grundvoraussetzung für die Play-offs ist ein Sieg bei Schlusslicht Ginsheim – gleichzeitig dürfen Zeilsheim und Walldorf maximal unentschieden spielen.

TuS Dietkirchen (24 Punkte):

Wären wir Mathematiker, würde hier eine wahrscheinlich sehr geringe Prozentzahl präsentiert werden, wenn es um die Play-off-Chancen der Wörsdorfer-Elf geht. Denn einerseits muss das Spiel in Zeilsheim erfolgreich gestaltet werden, andererseits muss Dreieich gegen Walldorf gewinnen und Ginsheim muss gegen Griesheim zumindest einen Punkt ergattern. Aber: Dietkirchen ist zumindest besser als Griesheim oder Zeilsheim in Form und dass Dreieich in Walldorf siegt, wäre keine Überraschung. Vielleicht fragt Dietkirchen ja mal in Neuhof nach, dort wurde reichlich Erfahrung mit einem sensationellen Endspurt in die Play-offs gesammelt.

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