Rot-Weiss Walldorf steht kurz vor dem Einzug in die Play-offs, hat aber das schwierigste Spiel vor der Brust. Foto: Kevin Kremer
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Rot-Weiss Walldorf steht kurz vor dem Einzug in die Play-offs, hat aber das schwierigste Spiel vor der Brust.

Walldorf vor "riesigem Brocken"

Mit einem wilden Ritt hat sich Rot-Weiss Walldorf die Qualifikation für die Play-offs in eigene Hände geschossen. Mit 4:3 (1:0) gewann Walldorf bei Türk Gücü Friedberg und steht vor dem letzten Spieltag auf Platz fünf.

Geschafft und glücklich, so drückte Walldorfs Interimstrainer und Sportlicher Leiter Artur Lemm seine Gefühlslage nach dem Sieben-Tore-Spektakel gegen Friedberg aus. "Es war das große Ziel, hier zu gewinnen. Allerdings waren wir nach dem 3:0 zu siegessicher, danach waren wir nicht mehr so ganz konzentriert", sagte Lemm. Denn eigentlich befanden sich die Gäste auf dem Weg zu einem lockeren Auswärtssieg, führten nach einer Stunde mit 3:0. Doch direkt nach dem zweiten Treffer von Laurin Vogt (65.) verkürzte Friedbergs Noah Michel - und Walldorf begann zu schwimmen.

Daniel Henrich brachte Türk Gücü gar noch näher ran, erzielte das 2:3 (69.). "Das war unnötig. Danach ging die große Hektik los", sagte Lemm. Auf Walldorfs 4:2 fanden die Hausherren abermals durch Henrich die Antwort, die Gäste brachten das knappe Ergebnis in einem intensiven Spiel auf gutem Hessenliga-Niveau aber über die Zeit.

Mit einem Sieg ist Walldorf sicher in der Aufstiegsrunde, bei einem Unentschieden müssen die Rot-Weissen auf die anderen Plätze schielen. Dass die Partie gegen Hessen Dreieich stattfindet, macht die Ausgangslage dabei aber eher schwieriger. "Wir haben das schwerstmögliche Spiel gegen die formstärkste Mannschaft. Ein riesiger Brocken. Auch für Dreieich geht es in dem Spiel um etwas", betonte Lemm. Denn verliert der SCHD die Partie, verlieren sie auch Punkte in den Play-offs.

Die Statistik

Türk Gücü Friedberg: Koob; Demir (60. Mahmudov), Henrich, Eren, Hyodo, Fukuhara, Kilic, Schorr, Imek (62. Lee), Häuser, Michel.
Rot-Weiß Walldorf: Darmstädter; Herberg, Ludwig, Struwe (85. Konate-Lueken), Kunert (74. Schneider), Vogt, Thomasberger, Matheisen, Borger, Dogan, Geisler (83. Deumlich).
Schiedsrichter: Daniel Losinski (TSV Jahn Calden).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Simon Geisler (29.), 0:2 Laurin Vogt (53.), 0:3 Laurin Vogt (65.), 1:3 Noah Michel (67., Foulelfmeter), 2:3 Daniel Henrich (69.), 2:4 Julian Ludwig (73.), 3:4 Daniel Henrich (89.).

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